Zu Hause sicher alt werden: Drei Gäste verraten, was wirklich hilft

Shownotes

Was braucht es, damit das eigene Zuhause auch im Alter ein sicherer Ort bleibt? In unserer Podcast-Spezialfolge geht es um kleine Veränderungen im Alltag, bei denen man genauer hinschauen sollte: wenn die Treppe häufiger gemieden wird, im Bad plötzlich Halt gesucht wird oder Wege aus Unsicherheit nicht mehr selbstverständlich sind. Gemeinsam mit unseren Gästen sprechen wir darüber, woran sich ein erhöhtes Sturzrisiko erkennen lässt, welche kleinen Anpassungen helfen können und wann Hausnotruf, Hilfsmittel oder ein Treppenlift sinnvoll werden.

Links & Hinweise zur Folge

Unsere Gäste

  • Marc-André Hofheinz ist Pflegeberater und Pflegesachverständiger. In der Folge erklärt er, welche Veränderungen im Alltag auf ein erhöhtes Sturzrisiko hindeuten können und welche Beratungsmöglichkeiten es gibt.
  • Stefan Dietzel ist CMO von Libify und Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Hausnotruf e. V. Er erklärt, wie ein Hausnotruf funktioniert, welche Varianten es gibt und was im Notfall passiert.
  • Doris Schaub lebt mit Multipler Sklerose und hat sich zu Hause einen Hublift einbauen lassen. In der Folge erzählt sie, warum sie sich dafür entschieden hat und was sich dadurch in ihrem Alltag verändert hat.

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Transparenz-Hinweis: Diese Folge enthält Werbung / Eigenwerbung für Angebote von pflege.de

Transkript anzeigen

00:00:00: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Pflegeleichter Leben, dem Podcast von pflege.de.

00:00:06: Schön dass Sie wieder dabei sind!

00:00:07: Ja

00:00:08: und heute schauen wir uns zusammen eine große Frage an Was kann dabei helfen möglichst lange sicher und selbstständig im eigenem Zuhause zu bleiben was wir ja alle wollen oder?

00:00:18: Ja

00:00:18: auf alle Fälle Aber das Thema wollen wir nicht alleine beackern.

00:00:22: Wir haben uns da tatkräftige Unterstützung an Bord geholt,

00:00:25: ganz genau!

00:00:27: Denn wir haben heute Marc-André Hofreins zu Gast.

00:00:29: Er ist nämlich Pflegeberater und pflege Sachverständiger und ordnet für uns ein, welche Veränderungen auf ein erhöhtes Sturzrisiko hindeuten können – was man dann tun kann?

00:00:39: Ja und außerdem sprechen wir mit Stefan Dietzel darüber wie ein Hausnotruf unterstützen kann wenn trotz aller Vorsicht doch einmal etwas passiert.

00:00:48: Ja, Stefan Dietzel ist seit Jahren tief in der Pflege- und Hausnotrufbranche verwurzelt.

00:00:53: Sieben Oberliebify und Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Hausnotruf eV.

00:00:59: Wichtiges Thema auf alle Fälle?

00:01:02: Aber wir wollen auch die Perspektive einer Betroffenen uns anhören.

00:01:06: Doris Schaub hat bei sich zu Hause einen Hublift einbauen lassen Und mit ihr wollen wir dazu sprechen warum sie sich dafür entschieden hat und was sich dadurch in ihrem Alltag verändert hat.

00:01:23: Ja, wenn sich unsere Gäste anguckt könnte man sagen dass wir heute einmal durch das Zuhause gehen.

00:01:28: Aber keine Sorge nicht bei ihnen zu Hause lieber Hörerinnen und Hörern.

00:01:31: eher gedanklich meine ich das.

00:01:33: Wir wollen uns also anschauen woran merkt man dass der Sturzrisiko steigt?

00:01:37: Und wann sollte man reagieren?

00:01:39: welche Hilfsmittel können helfen?

00:01:41: oder braucht es vielleicht schon auch eine große Anpassung?

00:01:44: ja und wer wird mir in uns auch noch die Frage Wenn man Hilfsmittel und Umbau benötigt, wer kann eigentlich helfen?

00:01:50: Und wer bezahlt was.

00:01:52: Das ist ja auch eine ziemlich essentielle Frage.

00:01:54: Ja,

00:01:54: wenn nicht sogar die wichtigste Frage bei dem Thema.

00:01:57: Aber lass uns doch mal einsteigen beim Thema Sturzrisiko ne?

00:02:01: Eine höhte Sturztrisik entsteht ja meistens nicht von heute auf morgen.

00:02:05: Oft kündigt es sich schon an dass Mobilität und Sicherheit im Alltag schwieriger werden.

00:02:11: Ja

00:02:12: genau!

00:02:12: Also meist beginnt es nicht mit einem großen Problem, sondern mit so kleinen Veränderungen.

00:02:19: Wie zum Beispiel die Treppe wird immer häufiger gemieden oder im Bad hält man sich plötzlich an der Armatur oder am Waschbecken fest.

00:02:27: Zum Aufstehen wird immer öfter die Tischkante gebraucht oder Wege, die früher selbstverständlich waren werden aus Unsicherheiten einfach nicht mehr gemacht.

00:02:35: Bei Regen- oder Dunkelheit geht man vielleicht lieber gar nicht mehr vor die Tür.

00:02:39: Das sind erst mal Dinge, bei denen man nicht sofort denkt.

00:02:41: jetzt müssen wir grundlegend was ändern.

00:02:43: Das kommt ja so schleichend.

00:02:45: Wahrscheinlich und darin liegt wohl auch die Schwierigkeit denn oft gibt es nicht diesen einen Moment in dem plötzlich alles klar ist.

00:02:52: Jetzt passt die Wohnung nicht mehr zu meinem Alltag.

00:02:55: vieles verändert sich ja schleichen.

00:02:58: Aber wann wird aus einer kleinen Veränderung eigentlich ein Hinweis?

00:03:02: Bei den man genauer hinschauen sollte.

00:03:06: Marc-Andréa aus deiner Beratungs ... Praxis, kennst du solche Momente ganz sicher?

00:03:10: Kannst du uns sagen, welche kleinen Veränderungen im Alltag typische Hinweise darauf sind das Mobilität oder Sicherheit nachlassen.

00:03:17: Hast du da ein paar Beispiele vielleicht sogar für uns?

00:03:20: Genau also in den Beratungsgesprächen merken wir oft dass Einschränkungen der Mobilität sind gerade so im Bereich der Mobilitet in den normalen Wegstrecken die mit dem Haus gegangen werden.

00:03:38: Oftmals kommt es dann zum Beispiel dazu, dass Umwege gegangen werden?

00:03:43: Wir kennen Umweger als eine andere Richtung fahren

00:03:47: z.B.,

00:03:48: aber auch die Versicherten oder pflegebedürftigen Menschen gehen innerhalb ihrer Wohnung um Wege.

00:03:55: Manchmal sind sie sehr verwinkelt und da müssen z. B. andere Wege gegangen sein, um zur Küche zu kommen, zum Bad zu gehen ... Es wird jetzt schon mal vorausschauend auch der Teppich umgegangen.

00:04:09: Man will den auf gar keinen Fall wegnehmen, denn der gehört immer dazu und ist Bestandteil des Hauses.

00:04:15: Aber es ist wichtig, dass die Leute merken, dass sie da in der Mobilität eingeschränkt sind.

00:04:23: Das sind zum Beispiel Tippelschritte, die dann gemacht werden, schlurfende Schritte, Und so suchen die sich dann Umwege im Haus, dass sie zu ihrem Ziel gelangen.

00:04:36: Das ist das eine, das andere ist auch Wege gar nicht mehr gegangen werden.

00:04:41: Zum Beispiel der Gang zum Bad oder zum WC wird dann tatsächlich vermieden und es wird in manchen Fällen die Inkontinenz in Kauf genommen.

00:04:52: Also meine erste Erkenntnis, es muss offenbar gar nicht erst jemand stürzen damit man genauer hinsägen sollte?

00:04:58: Genau.

00:04:58: Schon kleine Veränderungen im Alltag können Hinweise darauf sein, dass Mobilität und Sicherheit nachlassen wie zum Beispiel wenn Wege vermieden werden oder plötzlich mehr Unterstützung nötig ist.

00:05:09: Aber wichtig ist auch selbst wenn es solche Veränderung gibt dann bedeuten die ja nicht automatisch das jemand stürzen wird?

00:05:17: Nee da hast du schon recht.

00:05:19: also wie hoch das persönliche Sturzrisiko ist von Mensch zu Menschen natürlich auch unterschiedlich und meistens gibt's auch nicht den einen Grund warum jemand jetzt stürzt.

00:05:28: Ja,

00:05:28: häufig kommen mehrere Dinge zusammen.

00:05:30: Für einen einfachen Überblick kann man die Risikofaktoren in vier Bereiche einteilen.

00:05:36: Ein Bereich ist die körperliche Mobilität zum Beispiel nachlassende Muskelkraft oder Probleme mit dem Gleichgewicht oder ein unsicherer Gang?

00:05:44: Dazu

00:05:45: kommen gesundheitliche Faktoren, z.B.

00:05:47: Schwindel, bestimmte Erkrankungen oder Schwierigkeiten mit dem Sehen.

00:05:52: Aber auch jetzt Medikamente könnten da bei eine Rolle spielen!

00:05:56: unten nicht zuletzt auch noch das Wohnumfeld, eine schlechte Beleuchtung, Stolperstellen oder fehlende Möglichkeiten sich wirklich sicher festzuhalten.

00:06:06: Jetzt kommt Kurzwerbung in eigener Sache.

00:06:09: Treppen die früher selbstverständlich waren können plötzlich zur echten Herausforderung

00:06:14: werden.

00:06:15: ein Treppenlüft kann ihnen dabei helfen weiterhin sicher und selbstständig im eigenen Zuhause zu leben.

00:06:21: Doch welche Lösung passt zur eigenen Treppe?

00:06:25: Und welche Möglichkeiten gibt es überhaupt.

00:06:27: Der kostenlose Treppenlift Anbieter-Vergleich von Pflege.de hilft Ihnen dabei, passende Anbieder zu finden und Angebote unverbindlich zu vergleichen.

00:06:36: Außerdem erhalten Sie Informationen zum möglichen Zuschüssen und Förderungen denn unter bestimmten Voraussetzungen beteiligt sich auch die Pflegekasse an solchen Maßnahmen.

00:06:45: Mehr Infos auf pflege.di oder über den Link in den Shownotes.

00:06:49: Das war's mit Werbung jetzt gehts wieder weiter.

00:06:52: Ja, stimmt.

00:06:53: Aber unabhängig davon kann auch die Angst vor einem Sturz selbst dann zu Problem werden?

00:06:58: Ja, Stichwort Sturzzangst!

00:07:01: Ja ganz genau.

00:07:02: Denn wenn jemand aus Angst immer weniger läuft oder bestimmte Wege komplett vermeidet, kann das einen ungünstigen Kreislauf in Gang setzen.

00:07:10: also Bewegung fehlt Kraftbeweglichkeit lassen nach und die Unsicherheit nimmt womöglich noch weiter zu.

00:07:16: der falsche trugschluss ist dann wirklich zu sagen, ich bewege mich weniger weil das ist auf keinen Fall die Lösung.

00:07:23: Genau man sollte lieber schauen was hat sich jetzt bei der Person verändert?

00:07:27: welche Risikofaktoren könnten eine Rolle spielen?

00:07:31: und was im Umfeld macht den Alltag vielleicht zusätzlich schwieriger?

00:07:35: Ja

00:07:35: und wenn dann dabei etwas auffällt es natürlich die erste Frage Was tun wir jetzt damit?

00:07:40: Marc-André, was sollte man denn tun wenn solche Veränderungen auffallen auch wenn vielleicht besser noch gar nichts passiert ist.

00:07:47: Und was wären da vielleicht eine sinnvolle Reihenfolge?

00:07:50: Ich schlage jetzt mal etwas vor, erst ärztlich abklären, Beratung suchen, Hilfsmittel prüfen.

00:07:55: oder gibt es da gar keine feste Rehenfolge?

00:07:58: und das hängt eher komplett von der Situation ab?

00:08:01: Ja also es gibt natürlich viele Möglichkeiten der Beratungen in einer ... pflegerischen Situation oder in einer Situation, in der eine Pflegebedürftigkeit droht bzw.

00:08:14: auch schon vorliegt?

00:08:16: Das kann zum einen natürlich die Pflegeberatung sein, die frei berufliche unabhängige Pflegeberatungen – das können aber auch ambulante Pflegedienste sein, Pflegestützpunkte, die Kommunen und die Pflegekassen selber.

00:08:30: Das sind alles Anlaufstellen wo man sich über diese Ja, zum Beispiel auch eine Sturzprophylaxe oder aber auch Möglichkeiten der Barrierefreiheit oder der Sturztprophylexe wo man sich darüber informieren kann.

00:08:48: Und wenn wir jetzt zum Beispiel als Pflegeberaterinnen und Pflegeberater in die Häuslichkeit gehen, das ist natürlich ein klarer Vorteil.

00:08:54: Als wenn ich das Ganze jetzt telefonisch mache oder digital dann kann ich natürlich vor Ort mehr anschauen.

00:08:59: so wo können wir denn hier an welchen Stellschrauben drehen?

00:09:03: So dass man da ja eine drohende Immobilität nach Sturzgefahr vorbeugen könnte.

00:09:12: Das kann man nur machen, wenn man sich da vor Ort die Sachen anschaut, wenn er mit den Leuten spricht die Krankengeschichte kennt, die den Unterstützungsbedarf kennt.

00:09:23: Die Ressourcen kennt und natürlich das Wohnumfeld kennt.

00:09:30: Ja, da geht es dann meistens oftmals mit los.

00:09:33: Das ist so der Klassiker, dass wenn man in das Haus reinkommt oder auf das Grundstück kommt und sind zum Beispiel schon glitschige Fliesen oder da ist gar kein Handlauf vorhanden oder da is dieser super hohe Teppich mit Happy Welcome drauf ja wo irgendwie jeder drüber stolpert oder wir kommen rein und sehen dann wirklich die großen, dicken Teppiche.

00:09:59: Die dann schon dazu führen dass man das eine stolper Gefahr ist.

00:10:03: Das hatte ich jetzt auch vor kurzem in einer Beratung.

00:10:06: Da haben wir uns ins Wohnzimmer gesetzt und dann kamen die pflegebedürftige Person halt nach einer gewissen Zeit erst weil sie total gangunsicher war.

00:10:13: dazu wäre sie fast gestürzt, weil sie über ihren eigenen Teppich da gefallen ist.

00:10:18: Aber dieser Teppi ist ganz wichtig ... Das ist ein bisschen ironisch?

00:10:22: Der Teppik ist ganz richtig, weil der schlimmer war und auch viel Geheck gekostet hat.

00:10:26: So das sind so die Dinge, wo man sich da Hilfe holen kann und wo man da wirklich mal genauer draufschauen muss.

00:10:34: Also nicht warten bis aus der Unsicherheit wirklich ein Sturz wird oder bis eine Treppe eben gar nicht mehr zu bewältigen ist sondern am besten früh ansprechen wenn es gerade schwierig wird.

00:10:44: Man muss ja auch nicht alleine herausfinden, was die passende Lösung ist.

00:10:48: Marc-André ist die Pflegeberatung vielleicht dafür eine gute Anlaufstelle und was kann dort ganz konkret geklärt oder vielleicht sogar angestoßen werden?

00:10:56: Ich denke jetzt mal an das Thema Hilfsmittel oder Veränderungen im Wohnumfeld.

00:11:01: Anlaufstellen um sich bezüglich einer barrierenfreien Wohnumgebung oder einer Sturzprophylaxe eine Schulung vielleicht auch bezüglich Sturzgefahr geben zu lassen.

00:11:16: Das sind zum einen die Pflegeberatungsstellen, vor allen Dingen die frei beruflichen Pflege-Beratungsstellen, die dann nach Paragrafvierzig SGW Elf die häusliche Schulungen, die individuelle Schulung durchführen können und ja in dem Zuge den pflegebedürftigen Personen zeigen können wie eine barrierefreie Umgebung aussehen könnte, wo man an welchen Stellschrauben man da noch zum Beispiel Hilfsmittel sich holen kann um den Sturz zu vermeiden.

00:11:54: Oder aber auch an welcher Stellen man sich informieren kann um die richtigen Hilfsmittel zu bekommen wie zb das Hilfsmittelferzeichnis Und natürlich auch das Prozedere dahinter, wie komme ich denn jetzt eigentlich da dran und dass man vielleicht sogar direkt in dieser Beratungssituation dann auch Hilfsmittel empfiehlt was ja die Pflegefachkraft auch tatsächlich machen darf.

00:12:18: Weitere Beratungsstellen sind natürlich Dann Pflegestützpunkte, die Kommunen, Pflegedienste aber auch die Pflegeversicherung an sich.

00:12:32: Ich würde nur darauf achten wirklich dass das Ganze vor Ort stattfindet und nicht digital oder telefonisch, weil nur vor Ort kann man sich da auch ein sicheres Bild machen.

00:12:42: Das heißt also es kann in so einer Beratung ganz konkret darum gehen wo der Alltag schwieriger wird welche Unterstützung infrage kommt.

00:12:50: ja und ob Veränderungen im Wohnumfeld dann auch sinnvoll sein können.

00:12:54: Ja und genau diesen letzten Punkt hätte, den nehmen wir uns jetzt mal vor.

00:12:58: Ja gerne!

00:12:58: Lass uns das mal am Beispiel Flur machen.

00:13:00: ich geb dir ein paar Dinge vor und du entscheidest spontan bleibt oder fliegt?

00:13:05: Ja los!

00:13:05: Gerne!

00:13:07: Okay erster Kandidat Einloserläufer auf glattem Boden.

00:13:11: Oh war ja der fliegte.

00:13:12: Es war wahrscheinlich zu eindeutig.

00:13:15: Das stimmt weil wenn er rutscht oder sich die Kanten hochstellt kann er schnell zu einer Stolperfalle werden.

00:13:19: Also entweder raus damit oder wirklich so sichern dass nichts verrutscht.

00:13:23: Okay, was noch, Jette?

00:13:25: Ich

00:13:25: denk da an Schuhe, die man neben der Haustür auszieht und abstellt.

00:13:29: Fliegt

00:13:30: auch oder weg aus dem Laufweg auf alle Fälle?

00:13:32: Ja,

00:13:33: ist immer ein Brauchsier noch, aber nicht im Lauf-Weg.

00:13:37: Also gerade wenn man unsicher geht oder eine Gehhilfe nutzt, dann braucht das natürlich

00:13:41: freie Wege.

00:13:42: Absolut!

00:13:43: Dann hab ich noch was ... Der Flur ist abends eher schummrig beleuchtet, aber ja, man kennt den Weg.

00:13:49: Das fliegt jetzt auch.

00:13:50: Jetzt

00:13:50: die Einstellung dazu.

00:13:51: oder die Lampe?

00:13:53: Die Lampe, die können wir lassen.

00:13:54: Die Einstellung auf jeden Fall und bei der Beleuchtung da würde ich einfach mal prüfen ist sie hell genug und sind die Wege gut ausgeleuchtet.

00:14:02: also gute Beleuchten kann nämlich echt einen großen Unterschied machen.

00:14:05: Also vor allem auch wenn das sehen bisschen schlechter wird oder auch wenn man nachts unterwegs ist.

00:14:10: Wir haben ja jetzt nur den Flur angeschaut und selbst da schon einiges gefunden.

00:14:15: Das war ja jetzt fünf Beispiele oder so ne?

00:14:17: Und wenn Sie das für Ihr eigenes Zuhause einmal systematischer machen möchten, haben wir dafür übrigens einen kostenlosen zu Hause Check vorbereitet.

00:14:25: Ja mit

00:14:25: dem können sie dann Raum vor Raum durchgehen und schauen wo gibt es Stolperstellen unsichere Wege oder vielleicht andere Dinge die im Alltag schwieriger geworden sind?

00:14:33: Genau!

00:14:33: Den Link zum Check den finden Sie wie immer in den Schauen uns also in der Beschreibung von diesem Podcast.

00:14:39: Dann lass uns doch nochmal kurz in den Flur zurück gehen.

00:14:41: ich habe noch ein letzten Kandidat.

00:14:44: Das Telefon steht auf einem kleinen Tisch.

00:14:47: Im Notfall kann man ja schnell Hilfe rufen.

00:14:49: Bleibt grundsätzlich, aber ich ahne schon, worauf du hinaus willst?

00:14:55: Ja!

00:14:55: Also ein Telefon hilft nur, wenn man es im entscheidenden Moment auch erreicht.

00:14:59: Das könnte nach dem Sturz vielleicht schwierig werden.

00:15:02: Auf alle Fälle.

00:15:04: Wenn wir mal an eine Person denken ... Ich nenne Sie jetzt mal Herrn Meier und Herr Meier lebt allein.

00:15:08: Der steht nachts auf der stürzt auf den Weg zur Toilette Ja, und kann nicht mehr aufstehen.

00:15:14: Sein Sohn hat ihm in weißer Voraussicht ein Handy gekauft aber das liegt sehr günstig im Wohnzimmern

00:15:21: was dann in dem Moment wahrscheinlich nichts hilft.

00:15:23: Na genau ja und damit kommen wir dann zu einer anderen Seite von Sicherheit mal abgesehen von Stolperfallen und Co.

00:15:30: es geht nicht nur darum Risiken zu verringern sondern auch dafür zu sorgen dass im Ernstfall Hilfe kommt.

00:15:37: Stefan, du beschäftigst dich seit vielen Jahren mit dem Thema Hausnotruf und bist Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandshausnotrufe-EV.

00:15:45: Lass uns mal den Fall von Herrn Mayer einmal gemeinsam anschauen.

00:15:48: also er lebt allein stürzt nachts Und erreicht sein Handy nicht.

00:15:54: Also bevor wir schauen was dann konkret passiert gehen wir vielleicht erst mal einen Schritt zurück.

00:15:58: Ja Was ist ein Haus notruf eigentlich?

00:16:00: Und welche unterschiedlichen Arten gibt es?

00:16:03: Also grundsätzlich gibt's glaube ich immer mal wieder ein falsches Verständnis von dem, was ein Hausnotruf ist.

00:16:10: Weil ganz viele Leute verbinden den Hausnotruf mit dem Gerät.

00:16:14: Das kennt man noch, ganz klassisch kenne ich noch aus früheren Zeiten.

00:16:20: in so Zeitschriften wurde dann ein großer roter Knopf der wurde entweder um Hals getragen oder an Armgelenk getragen und das war die Symbolik des Hausnoturfs.

00:16:30: aber eigentlich steckt hinter dem Hausnot-Ruf eine Dienstleistung.

00:16:35: Diese Dienstleistung ist, sag ich mal Geräte-Typ unabhängig.

00:16:41: Es bedient sich einer Notleitzentrale die zwischen geschaltet ist, zwischen dem Angehörigen einer notwendigen Notleitstelle wie es zum Beispiel die Feuerwehr oder das Krankenwagensystem ist und dem Zuflegenden.

00:17:03: Das Gerät selber ist eigentlich dazu da, dass der zu pflegende ganz schnelle Möglichkeit hat auf diese Dienstleistung zurückzugreifen und zwar den ganzen Tag sieben Tage die Woche keine Feiertage.

00:17:19: Zu jeder Zeit soll dieses Gerät die Sicherheit zu Hause garantieren.

00:17:25: das Gerät gibt es in verschiedenen Ausführungen.

00:17:28: Es gibt einen Basisgeräten, nenne ich's jetzt mal mit diesen Basis-Geräten.

00:17:34: Das sind stationäre Geräte.

00:17:36: die stehen entweder im Wohnzimmer oder im Schlafzimmer gut aufgestellt dass der Lautsprecher in vielen Räumen der Wohnung und dem wohnhaften Umfeld gut zu hören ist.

00:17:49: das Mikrofon natürlich auch gut die Sachen aufnehmen kann Wie der rote Knopf damals schon am Armgelenk getragen werden, er kann um den Hals gebunden werden und sollte sehr schnell zugreifbar sein.

00:18:05: So jetzt wissen wir ja, welche Möglichkeiten es grundsätzlich gibt?

00:18:08: Wir gehen mal zurück zu Herrn Meier.

00:18:10: Er ist gestürzt, kommt nicht mehr an seinen Handy ran und hat aber glücklicherweise ein Hausnotruf.

00:18:16: Ja!

00:18:16: Wie würde die Situation jetzt konkret ablaufen?

00:18:19: Jetzt gehen wir davon aus.

00:18:20: Herr Meier liegt da, er löst das Gerät aus.

00:18:23: Das Gerät selber steht im Flur dadurch für alle anschließenden Räume gut hörbar.

00:18:31: Und wenn die Notleitzentrale dann Kontakt aufgebaut hat, meldet sich die Disponentin von der Notleizzentrale und wird sich in der Hinsicht einfach nur melden und würde sagen Herr Meier sie haben den Notfall gedrückt was Wie kann ich ihn helfen?

00:18:49: Was ist passiert, wie kann ich ihm helfen um eine Lage einzuschätzen.

00:18:54: Herr Meier würde dann in dem Fall sagen Hilfe!

00:18:57: Ich bin im Badezimmer gestützt.

00:19:00: ja an der Stelle würde dann die Disponentin ganz klar versuchen einzuschätzen, wie.

00:19:07: in welcher Lage befindet sich der Herr Meyer jetzt gerade.

00:19:10: Ist es eine Lage wo er sich selbst gar nicht mehr aufbewegen kann ob er zum Beispiel, sich irgendwas gebrochen oder geprellt hat und starke Schmerzen hat.

00:19:21: Oder ob sie sagt ... Herr Meier versucht jetzt nur aus der Schreckenshaltung, ne?

00:19:28: Weil er hat sich erschrocken.

00:19:29: Er ist gestürzt.

00:19:30: Er muss erst mal sich sortieren.

00:19:33: Zum Beispiel eine Hilfe braucht die einfach auf einer psychologischen Seite, die Notleitzentrale auch von dort geben kann.

00:19:40: Die dann sagt, tut Ihnen was weh!

00:19:43: Herr Meyer sagt, nee, mir tut nichts weh aber ... Irgendwie war das jetzt ein ganz schöner Schrecken.

00:19:49: Dann kann die Notleitzentrale da natürlich auch die Hilfestellung geben und sagen, Herr Meier, jetzt atmen wir erst mal kurz durch.

00:19:55: Jetzt versuchen Sie mal können sie irgendwas greifen?

00:19:58: Können Sie sich wieder nach oben bewegen?

00:20:00: Und natürlich in demselben Verlauf so wie es jeder machen würde wird gefragt tut jetzt was weh.

00:20:09: Also, wenn ich mich bewege nach einem Sturz kann ja auch sein dass ich es gerade erst mal noch nicht mitkriege.

00:20:14: der Adrenalinspiegel ist so hoch und dann versuche ich mich aufzustützen und merke mein Handballen ist aber geprellt oder andere Themen.

00:20:22: diese ganzen Sachen werden beobachtet.

00:20:24: Wenn aber natürlich Schmerzen vorhanden sind passiert das was man erwarten sollte von einer Notleitzentrale.

00:20:32: die Disponentin wird die mögliche Mittel vor Ort einsetzen, das heißt die Feuerwehr vor Ort wird informiert werden.

00:20:43: Wird rausgeschickt werden mit einem Krankenwagen?

00:20:46: Die Feuerwehr benötigt man im Falle dessen dass es zum Beispiel ein Angehöriger nicht schafft rechtzeitig vor Ort zu sein.

00:20:56: Die werden auf jeden Fall informiert.

00:20:59: Der Angehörige wird informiert, dass er vorbeigehen soll mit dem Schlüssel.

00:21:02: Dass was passiert ist?

00:21:04: Dass der natürlich auch informiert ist, wenn jetzt der Angehöre gerade verhindert ist im Urlaub oder sonstiges, das er weiß, was es mit Herrn Meier passiert.

00:21:14: Der wird ja danach dann wahrscheinlich ins Krankenhaus gebracht und untersucht werden.

00:21:19: Und damit einfach da die Handlungskette aufgebaut ist.

00:21:23: Die Handlungskette nach klassischen Vorgaben gesetzt, wie man das einzuschätzen hat ist durch das geschulte Personal gegeben und die Handlungskette ist aber individuell.

00:21:36: Man muss sagen, Herr Meier ist nicht ein Herr Meyer in jeder Stadt!

00:21:42: Auch wenn Meier in aller Weltnahme ist, so ist jeder Herr Meier unterschiedlich.

00:21:48: Denn in der Notleitzentrale hat man auch Daten zum Gesundheitszustand von Herrn Meiern.

00:21:54: und wenn es bestimmte Vorkenntnisse gibt... Zum Beispiel, dass Herr Meier grundsätzlich etwas schlechter zu Fuß ist oder dass es eine Geschichte mit den Knochen gibt was wir sehr häufig haben.

00:22:07: Oder das es vielleicht auch in der Vergangenheit eine Hüft-OP oder andere Themen gab die von Herrn Meier oder den Angehörigen mitgegeben worden sind dann kann die Lage natürlich deutlich besser eingeschätzt werden und somit ist gleich nicht jeder Herr Meyer in einem anderen Herrn Meyer.

00:22:24: Jetzt mache ich den Fall noch ein bisschen schwieriger.

00:22:26: Herr Meier kann nach dem Sturz gar nicht mehr sprechen oder reagieren, was passiert denn in so einem Fall?

00:22:33: Dann gehen alle Alarmglocken an und das sollte auch so sein weil selbst wenn jetzt wir hatten ja gerade den Fall dass man sich von dem Badezimmern kenntlich machen konnte Richtung des Gerätes.

00:22:48: Aber jetzt gehen wir davon aus, der Herr Meier hat ein großes Anwesen.

00:22:52: Er stürzt im Ostflügel ... Und kann sich er löst es aus.

00:22:57: Es löst auch aus, weil wie gesagt fünfzig Meter muss auch im Ostflügel erst mal hingekommen werden aber man hört ihn halt gar nicht mehr.

00:23:06: Er sagt zwar Hilfe, Hilfe!

00:23:07: Man hört ihn nicht mehr.

00:23:08: nichtsdestotrotz in der Notleitzentrale gehen sofort alle Alarmklocken an.

00:23:12: wir haben keine Verbindung.

00:23:13: was ist passiert?

00:23:14: Es wird ja nicht ohne Grund der der Sensor ausgelöst worden sein und dann wird ganz klassisch eine Planung stattfinden, wie wir jetzt den Noteinsatz planen.

00:23:28: Das heißt, wir gehen immer dann in den Fällen vom Schlimmsten aus.

00:23:33: Wir informieren die Feuerwehr das im Zuge dessen natürlich auch eine Tür aufgebrochen werden kann und dass der Person, der zu fliegenden Personen geholfen werden kann.

00:23:43: Natürlich ist es so, Die Angehörigen informiert werden.

00:23:47: Wir werden immer versuchen, dass die Angehöhrigungen auch mit vor Ort sind um im Zweifel die Tür zu öffnen.

00:23:53: wir wollen nicht das da die Tür geöffnet wird per se und da Schaden entsteht.

00:24:01: nichtsdestotrotz wenn Not am Mann ist dann gilt die alte Regel die bei der Feuerwehr oder bei den Rettungsdiensten gilt Zuerst ist des Menschenleben das Wichtigste, bevor irgendwelche Sachleistung gedacht wird.

00:24:16: Das heißt, bevor wir darüber nachdenken was vielleicht so ein Türthema kosten sollte ist es immer wichtig Menschenleben zu retten und das ist ganz, ganz wichtig.

00:24:28: Wir wollen dass die Leute dadurch Sicherheit gewinnen in häuslichen Umfeld sich wohlzufühlen Sich auf frei zu bewegen Und durch diese Thematiken können wir auch ganz, ganz viel entgegenwirken.

00:24:42: Weil wenn jemand unsicher wird in seinem eigenen häuslichen Umfeld dann passiert viel häufiger was man vorher nicht gesehen hat weil man natürlich durch dieses Absichern im Kopf bestimmte Handlung anders ausführt.

00:25:02: Ganz klassisches Beispiel, wir hatten es ja gerade mit dem Badezimmerbereich, dass man auf einmal einen Watschelgang einsetzt um sich abzustützen weil man sagt oh ich bin aber noch so ein bisschen schwammig auf den Bein und durch diesen Wartschelgang verschlimmert man alles noch.

00:25:20: Man verschlimmet die Haltung, man verschlimmt am Ende des Tages wahrscheinlich den Genesungsstand wenn's vor allen Dingen grade nach OP ist.

00:25:29: ermöglicht es vielleicht einfach durch diese Steifigkeit auch ganz andere Krankheiten hervorzurufen, die am Ende des Tages eben nicht dazu führen dass man in Freiheit und in Ruhe seine eigenen vier Wände genießen kann.

00:25:48: Wenn ich hätte, mir fällt da was auf.

00:25:50: Bisher spielt sich unser Beispiel komplett zu Hause ab.

00:25:53: Aber unser Thema heute ist ja Mobilität und die hört ihr an der Haustür eigentlich nicht auf?

00:25:59: Ja, das stimmt!

00:26:00: Herr Mayer kann zum Beispiel mal einkaufen und vielleicht auch beim Einkaufen stürzen.

00:26:05: Stefan, was sagst du, welche Möglichkeiten gibt es für Menschen, die auch unterwegs abgesichert sein möchten?

00:26:12: Der mobile Hausnothof ist am Ende des Tages ein anders geartetes Gerät.

00:26:17: Ich hatte es vorhin schon mal einen anderen Kontext genannt, das ist ein Gerät was ich bei mir führe, was direkt in dem Gerät ein Mikrofon und ein Lautsprecher hat,

00:26:27: d.h.,

00:26:27: ich habe nicht mehr ein Standgerät, was irgendwo steht und wozu ich dann eine Audioverbindung sozusagen brauche sondern ich habe das direkt am Mann oder in der Tasche.

00:26:42: Dabei auch hier, das kann man gut um den Hals tragen.

00:26:48: Es gibt Geräte die kann man in die Tasche packen.

00:26:51: es gibt mittlerweile auch ein paar Geräten die man beim Armgelenk tragen können ist es ein bisschen klobiger als vielleicht die Uhr die man so kennt.

00:26:59: aber dafür ist hier natürlich abgesichert nach dem Standards des GKVS Haus dass die Akkuleistung dementsprechend ist und das man hier auch wirklich in allen Notlagen guten Empfang hat.

00:27:13: Und diese mobilen Endgeräte haben noch einen ganz klaren Vorteil, wenn ich gerade spazieren bin.

00:27:19: Sie haben eben den meisten Fällen – Ich kann nicht für alle Hersteller reden aber für die Herstelle wie ich kenne eine GPS-Orton mit an Bord genutzt werden kann, wenn der Notruf ausgeführt ist.

00:27:34: Dass diese GPS-Ortung von einer Notleitzentrale natürlich auch angerufen wird, kann angerufen im digitalen Sinne dass man die genauen Koordinaten bekommt um den Noteinsatz gerade wenn es irgendwo im Wald ist oder sonstwo einzuleiten und somit Hilfe an dem Ort des Geschehens bringt und nicht nach Hause wo die eigentliche Adresse ist.

00:27:59: Also, ich finde gerade beim mobilen Notruf merkt man doch mit dem Thema kann man sich schon beschäftigen bevor jemand im Alltag stark eingeschränkt ist.

00:28:07: Und das passt eigentlich ganz gut zu unserem bisherigen Fazit.

00:28:11: also nicht erst reagieren wenn etwas passiert ist.

00:28:14: Ja sondern überlegen wo Risiken die liegen und wie man entweder vorbeugen oder halt für den Ernstfall vorsorgen

00:28:19: kann.

00:28:20: Genau weil manche Dinge lassen sich dabei relativ einfach verändern andere halt nicht so ganz so einfach.

00:28:25: Ich ahne, worauf du hinaus willst.

00:28:27: Du denkst wahrscheinlich jetzt an eine Treppe?

00:28:29: Du

00:28:29: ahnst richtig!

00:28:30: Eine Treppe kann man mal eben nicht aus dem Weg räumen wenn wir über zwei Stockwerke zum Beispiel wohnt.

00:28:35: Ja ja Frau Schaub ich würde sagen das ist ihr Stichwort denn bei ihnen war es ja so dass die acht stufen bis zur wohnung irgendwann immer schwieriger wurden.

00:28:45: was würden sie sagen?

00:28:45: wann haben Sie gemerkt so wie bisher funktioniert das eben nicht mehr.

00:28:49: für mich

00:28:50: also sind schon Jahre her dass ich schon immer schlechter laufen konnte.

00:28:55: Es wurde aber immer darauf geschoben, dass sich in beiden Knien Arthrose haben eine sehr starke und außerdem noch X-Beine.

00:29:03: Und da wurde ich mehr verdröstet.

00:29:04: ja das liegt daran irgendwann brauchen sie neue Kniegelenke.

00:29:08: Und im Jahr twohtausend neunzehn war es so, dass ich auch einmal ein Wochenende überhaupt nicht mehr laufen konnte.

00:29:15: Daraufhin sagte mein Orthopäde das kann jetzt auf keinen Fall von der Arthose kommen.

00:29:18: dann müssen Sie mal in die Klinik sich durch checken lassen.

00:29:21: Da bin ich in die Klinik gegangen, war eine Woche drin.

00:29:24: Wir haben alle möglichen Tests gemacht auch die Lumpal-Punktion wo dann Nervenwasser aus dem Nervenkanal im Rücken gezogen wird.

00:29:33: Dann jede Menge Blutests.

00:29:35: also es wurde wirklich auf den Kopf gestellt und dann kam raus ich habe MS und das hab' ich wohl schon länger.

00:29:41: Es wurde halt two tausend neunzehn erst festgestellt.

00:29:45: Schwierig ist, ich konnte nicht sie die Hände nehmen.

00:29:47: Ich musste mich mit dem einen Hand am Geländer festhalten und hab mich damit hochgezogen.

00:29:52: Mit der anderen Hand im Stock nachgedrückt.

00:29:55: So habe ich Stufe überwunden.

00:29:58: Das war schon sehr anstrengend.

00:30:01: Die Treppe war ja nicht von heute auf morgen unüberwindbar?

00:30:04: Sie konnten sich noch bewältigen, aber es wurde immer mühsamer.

00:30:09: Ja, das hatten wir am Anfang der Folge erwähnt ... Man arrangiert sich mit solchen Umständen ja erst einmal.

00:30:17: Und bei Ihnen, Frau Schaub, hieß das zum Beispiel, dass sie sich am Gelände hochgezogen und die Füße Stufe für Stufe nachgesetzt haben.

00:30:24: Aber gerade mit Einkäufen war das sehr anstrengend geschweigelt, normal einfach die Treppe hochzugehen?

00:30:31: Also entweder hab ich was umhängen gehabt oder ich hatte halt ... zum Beispiel ein Wäschekorb von einer Treppe auf die andere gestellt, dann bin ich wieder nachgegangen.

00:30:38: Wieder eins höher gestellt aber zum Glück bin ich nicht allein und mein Mann der nimmt mir halt sehr viel Arbeit ab also alles was Keller anbelangt oder auch sonst dass sich nichts tragen muss.

00:30:48: er bringt mit den Sachen hoch oder runter und wenn ich etwas eingekauft hatte dann hat er mir das hochgetragen.

00:30:54: ja also es ging wie gesagt wenn ich halt alleine war mein Mann ist halt auch sehr ehrenamtlich sehr engagiert wie ich auch Dann habe ich es halt so stofen wir Stofe nach oben geschafft.

00:31:03: Also, ich hab's immer irgendwie geschafft aber ich war dann anschließend ganz schön fertig.

00:31:07: Oh ja kann ich mir gut vorstellen.

00:31:09: vielleicht sollten wir an der Stelle mal ganz kurz erklären worüber wir sprechen weil ein Hublift ist kein klassischer Sitzlift.

00:31:15: man fährt auf eine Plattform und wird damit senkrecht von einer Ebene auf die andere befördert ereignet sich deshalb unter anderem für Menschen die einen Rollstuhl oder auch ein Rolator nutzen Genau.

00:31:27: Und so einen Lift haben Sie bei einem Bekannten zum Ersten gesehen und sogar ausprobiert?

00:31:33: Was war für Sie der Moment, an dem sie gedacht haben?

00:31:36: genau das ist jetzt auch meine Lösung?

00:31:38: Ich hatte natürlich erst an diese Treppenlifte gedacht.

00:31:41: die kannte ich auch schon.

00:31:43: Ich habe mich immer schon im Internet schlau gemacht mit Newslettern mit sonstigen.

00:31:48: also ich war immer sehr aktiv und hab halt vieles mitbekommen was es gibt und kam aber nur auf diese Treppendifte Hochbatterra, das heißt also da sind schon mal Treppen.

00:31:59: Dann geht es runter in Keller und dann haben wir angebaut und da haben wir auch im Neubau einen Keller mit wendet.

00:32:06: Also eine Treppe, dann ein Protest wieder runter und sogar noch in ersten Stock oben gibt's auch noch in die Rundung.

00:32:13: Und das heißt ich hätte glaube ich zehn Treppeliffte gebraucht.

00:32:16: Das ist ja fast nicht zu stimmen und da habe ich halt nicht gewusst, was es machbar ist.

00:32:21: Und dann durch Zufall wie gesagt hatte ich mit dem Kollegen Kontakt.

00:32:24: also bin noch bekannter wir hatten früher zusammen Square Dance gemacht und er saß aber fest im Rollstuhl.

00:32:30: der hat Parking Sonnen und da hab' ich den Lift zum ersten mal gesehen und er war ganz begeistert.

00:32:34: er kann mit dem Rollstuch sogar selbstständig hoch- und runter weil er hatte so einen Meländer.

00:32:39: das konnte entweder aufziehen oder aufstoßen.

00:32:42: Das war wirklich toll und ich hab's ausprobiert, noch gesagt das ist es.

00:32:46: Zum Glück sind wir in so einem Mietshaus was mein Mann gehört also als Eigentum.

00:32:51: So konnte ich das ohne Probleme natürlich lösen mit dem Hublift.

00:32:54: Bei Ihnen führt der Lift ja heute vom Hof hoch auf die etwas erhöhte Terrasse und damit direkt zur Terrassentür ihrer Wohnung.

00:33:04: Was hat sich dadurch jetzt ganz konkret für sie verändert?

00:33:07: Was können Sie vielleicht heute wieder selbstständig machen dass vorher schwierig waren.

00:33:11: Der ist im Hof.

00:33:13: Das heißt, da ich auch nicht mehr Auto fahren kann weil ich mit dem rechten Bein eine Fußheber schwelche habe den kaum vom Boden bekommen und dadurch auch sehr stutzgefährdet bin nehme ich also immer nur Stock oder Rollator und kann jetzt von einem Kabinenroller der mich auch mir angeschafft haben Direkt zum Lift, der Park direkt neben dem Lift kann man sagen.

00:33:33: Kann ich direkt in den Lift gehen entweder mit Rollator oder Stock?

00:33:37: Oder wenn ich eingekauft habe, kann ich natürlich die Sachen auch da draufstellen.

00:33:40: Dann fahre ich nach oben und bin dann auf der Höhe der Terrasse.

00:33:44: Und kann von der Terase ganz locker mit dem Rollator- oder Stock in die Wohnung.

00:33:49: Das muss natürlich mehrere Umbauten noch vorgenommen werden, dass das alles so funktioniert hat.

00:33:55: Ja, also ich brauche die Treppen nicht laufen.

00:33:57: Ich kann Sachen mit hoch tragen insofern dass das Lift der Lüft für mich die Sachen nach oben befördert.

00:34:03: Ich können sie dann auf die Terrasse stellen und da entweder nach und nach mit meinem Roulade holen oder mein Mann trägt was rein.

00:34:09: Und wie gesagt ist es halt wesentlich leichter.

00:34:11: und wenn Sie heute zurückblicken gibt es etwas das Sie gern früher über ein Hublift oder über den Weg dorthin gerust hätten?

00:34:19: Eigentlich nicht.

00:34:19: Ich habe ja vor, wie gesagt, mich eh schon überall informiert nur von diesem Buch.

00:34:23: Das war mir nichts bekannt und ich hab das auch mal bei jemandem gesehen.

00:34:28: also wenn da einer in meinem Rollstuhl drauf wäre dass man dann Treppen überwinden kann.

00:34:32: aber soweit hatte ich jetzt gar nicht gedacht.

00:34:33: ich habe nur an den Treppenlift immer gedacht.

00:34:35: aber bei denen viele Treppen kann man das vergessen das wird ja viel zu teuer.

00:34:40: und dann wie gesagt war ich bei dem Kollegen eingeladen und dann hat sich das alle gegeben.

00:34:46: Vielleicht hätte ich es noch ein bisschen früher einbauen können, aber ich konnte ja immer noch mich irgendwie hochziehen und nach oben gehen.

00:34:52: Aber wie gesagt jetzt ist es vereinfacht.

00:34:54: Wie gesagt das wird durch die MS halt auch immer schlechter laufen kann ja sein dass sie irgendwann im Rollstuhl sitzen.

00:34:59: da ist natürlich eine ganz tolle Sache.

00:35:02: Also eine passende Liftlösung kann schon eine echte Hilfe sein, ist aber natürlich schon eine größere Veränderung am eigenen Zuhause.

00:35:09: Ja absolut und das ist ja auch nicht immer gleich die Treppe, die im Alltag zum Problem wird.

00:35:13: Manchmal wird länger das Gehen schwieriger manchmal das Aufstehen oder das Hinsetzen oder im Bad fehlt plötzlich die Sicherheit und dann können schon kleinere Hilfsmittel unterstützen.

00:35:24: Ja, wenn längeres Gehen schwerer oder unsichere wird können zum Beispiel G-Hilfen wie ein G-Stock oder Rollator in Frage kommen.

00:35:32: Und wenn es Probleme gibt beim Aufstehen hinsetzen oder umsetzen dann könnten Halte oder Transferhilfen unterstützen.

00:35:39: Zum Beispiel geeignete Haltegriffe oder Aufstehhilfen.

00:35:42: Ja und auch im Bad gibt das verschiedene Hilfsmittel z.B.

00:35:45: einen Duschhocker oder auch ein Haltegegriff.

00:35:48: Wenn einzelne Stufen oder Schwellen zum Hindernis werden können Rampen oder je nach Höhenunterschied oder auch Situation, eine Plattform beziehungsweise Liftlösungen in Frage kommen.

00:35:59: Marc-André, was würdest du sagen?

00:36:02: Was wären so kleine Änderungen an die man vielleicht doch gar nicht erst mal so dingt, die aber dann schon echt Wirkung entfalten können?

00:36:13: Also Maßnahmen zur Sturzprophylaxe, die oft unterschätzt werden sind zum Beispiel Beleuchtung und gerade in der Nacht kommt es oft zu stürzen da die pflegeblüftigen Personen aufgrund von Nekturie zum Beispiel nachts zur WC müssen und stehen dann auf, sind natürlich nach dem Aufstehen im Schlaf sowieso sehr gang-und sicher.

00:36:37: Sehr wackelig auf den Beinen!

00:36:39: Dann sind da hohe Teppichen noch im Weg und manchmal scheitert es wirklich daran dass man rechtzeitig den Lichtschalter erreicht.

00:36:46: also kann man dadurch eigentlich gut eine Beleuchtung schaffen durch zum Beispiel Bewegungsmelder, das dann zumindestens der Gang und der Boden dementsprechend beleutet ist so dass es da nicht irgendwie zu einer Sturzgefahr kommt.

00:37:01: Dann sind auch oftmals unterschätzt z.B.

00:37:05: Antirutschmatten in der Dusche oder in der Badewanne.

00:37:10: Das möchte man oft nicht haben weil's einfach unschen aussieht vielleicht auch kindisch aussieht, vielleicht auch unhygienisch ist.

00:37:18: Und wenn man das aber nutzt, dann gibt es ... Man merkt in der Dusche selber, ich rutsche hier nicht weg.

00:37:25: Ich hab einen festen Stand und einen festeren Halt.

00:37:28: Dann ist das eine gute Lösung, um da ein Sturz im Badezimmer oder in einer Badewanne vorzubeugen?

00:37:37: Man sieht also schon zwischen wir verändern gar nichts und einer größeren baulichen Anpassung.

00:37:42: Da gibt's viele Möglichkeiten, die dazwischen liegen.

00:37:45: Genau und wichtig ist dabei auch immer die Frage, was genau wird im Alltag schwierig?

00:37:49: Und welche Unterstützung passt zur konkreten Situation.

00:37:52: Ja und damit sind wir eigentlich schon wieder bei dem Punkt von vorhin man muss die Lösungen nicht alleine finden.

00:37:59: eine Pflegeberatung kann zum Beispiel helfen den Bedarf einzuordnen ja und auch dabei die nächsten Schritte zu planen.

00:38:05: Und je nachdem worum es geht können aber auch andere Stellen wichtig sein zb die Kranken- oder Pflegekasse.

00:38:11: Und dann kommen wir auch noch die Frage, die bei all diesen Lösungen ziemlich schnell auftaucht.

00:38:15: Wer

00:38:15: bezahlt das?

00:38:16: Genau, denn es gibt ja leider nicht den einen Topf für alles.

00:38:20: Ein Rollator kann zum Beispiel ein Hilfsmittel der Krankenkasse sein und bestimmte Pflegehilfsmittel laufen dagegen über die Pflegeversicherung.

00:38:27: Und

00:38:27: wenn das Zuhause selbst angepasst werden muss dann kann bei einem Pflegegrad die Pflegekasse unter bestimmten Voraussetzungen einen Zuschuss für Wohnumfeld verbesserte Maßnahmen zahlen.

00:38:37: Wichtig ist deshalb nicht einfach loslegen und hinterher schauen ob irgendwo dafür Geld zu bekommen ist

00:38:42: Sondern vorher klären, welche Leistung passt zu meiner Situation?

00:38:46: Welche Voraussetzungen gelten und muss ich einen Antrag stellen bevor ich etwas kaufe oder umbauen lasse.

00:38:51: Damit ist es noch nicht getan, denn neben Kranken- und Pflegeversicherung gibt es teilweise noch weitere Fördermöglichkeiten.

00:38:57: Ja

00:38:58: und die sind weitestgehend unbekannt zum Beispiel Programme einzelner Bundesländer und teilweise gibt's sogar kommunale Förderung.

00:39:04: Genau!

00:39:04: Und weil das ziemlich schnell unübersichtlich wird haben wir genau dazu etwas vorbereitet.

00:39:08: Auf Flede

00:39:09: ihr finden Sie unsere kostenlose Übersicht zu Fördtermöglichkeiten für die Wohnraumanpassung.

00:39:14: Dort können Sie nach Ihrem Bundesland schauen, welche zusätzlichen Programme neben den Leistungen von Kranken- und Pflegeversicherung infrage kommen könnten.

00:39:22: Den Link dazu finden sie wie immer in den Schornot.

00:39:25: Wenn ich aus unserem Rundgang heute etwas mitnehme, dann vor allem es lohnt sich Veränderung früh ernst zu nehmen?

00:39:32: Genau!

00:39:33: Nicht jede Unsicherheit braucht gleich eine große Lösung.

00:39:35: Manchmal reicht ja auch ne kleine Anpassung oder ein Hilfsmittel manchmal braucht das mehr Unterstützung.

00:39:42: Also entscheidend ist genau hinschauen, was wird im Alltag schwieriger?

00:39:45: Wo entstehen Risiken und was könnte helfen Selbstständigkeit um Sicherheit auch zu erhalten.

00:39:50: Wenn Sie das für Ihr Ereignis zu Hause einmal prüfen möchten finden sie wie gesagt in den Show notes unseren praktischen Zuhause-Check.

00:39:57: Dort haben wir Ihnen auch unsere Ratgeber verlinkt Und natürlich auch die Übersicht zu den Fördermöglichkeiten.

00:40:04: Ja und schon sind wir am Ende der Folge angekommen.

00:40:06: Und da sage ich mein Danke an Marc-André Hofheins, an Stefan Dietzel und Doris Schaub für ihre Unterstützung und vor allem auch für ihre Erfahrungen.

00:40:15: Und danke auch an Sie liebe Hörerinnen und Hörers fürs Zuhören!

00:40:18: Bis zur nächsten Folge von Pflegeleichter lieben.

00:40:21: Tschüss

00:40:22: Servus und machen sie es gut.

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