Pflegereform 2026: Was sich für die Pflege zuhause ändern könnte
Shownotes
Welche Leistungen sind von der geplanten Pflegereform betroffen? Was bedeutet das für Pflegegeld, Pflegegrad, Verhinderungspflege oder Entlastungsbetrag? Und worauf sollten sich Menschen einstellen, die Pflege zuhause organisieren? Mit Pflegeberaterin Verena Campbell ordnen wir ein, was der Referentenentwurf für die häusliche Pflege bedeuten könnte.
Links & Hinweise zur Folge
- Ratgeber Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG): Pflegereform 2026
- Jetzt Pflegegrad berechnen: Mit unserem Pflegegradrechner können Sie kostenlos und anonym prüfen, ob vielleicht ein Pflegegrad oder eine Höherstufung zusteht. (Werbung)
Unser Gast Verena Campbell ist examinierte Pflegefachkraft, Pflegeberaterin, Gründerin einer Pflegeberatungsagentur, Diplom-Pflegewirtin und Master of Arts in Beratung und Sozialrecht. In der Folge weist sie außerdem auf eine Petition der Interessenverbände „wir pflegen e. V.“ und „pflegende Angehörige e. V.“ hin.
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Transkript anzeigen
00:00:11: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge Pflegeleichter Leben, dem Podcast vom pflege.de.
00:00:17: Ich bin Martina Rosenberg, ehemalige pflegende Angehörige und Chefredakteurin bei pflege.de.
00:00:23: In pflegenleichtern leben sprechen wir über alles was für die Pflege Zuhause wichtig ist also von der Organisation über Finanzierungsfragen bis zu den Tätlking-Herausforderungen.
00:00:34: Ja und heute Da sind nicht nur die Außentemperaturen heiß, sondern auch unser Thema.
00:00:39: Es geht um den Referendentwurf für das neue Pflege-Neuordnungsgesetz – der liegt nun seit Juni im Jahr vor und hat viel Wirbel gesorgt.
00:00:49: Die Bundesregierung begründet die Reform mit zwei Herausforderungen, dass immer mehr Menschen pflegebedürftig werden und gleichzeitig die Pflegewersicherung finanziell unter Druck gerät.
00:01:02: Deshalb sollen Leistungen neu geordnet werden, die Finanzierung stabilisiert und vor allem auch die häusliche Pflege neu strukturiert werden.
00:01:10: Doch was bedeutet das konkret für Menschen, die zu Hause gepflegt werden?
00:01:15: Genau darüber sprechen wir heute mit Verena Kampell.
00:01:19: Sie ist Pflegeberaterin Gründerin einer Pflegeberatungsagentur, Diplompflegewirtin und Master of Arts auf Beratung und Sozialrecht und gerade sehr engagiert und weiß von was sie spricht.
00:01:31: Herzlich willkommen, Verena.
00:01:32: Schön, dass du da bist!
00:01:33: Ganz lieben Dank, dass ich heute bei dir sein darf.
00:01:35: Wir freuen uns auch weil wir warten.
00:01:37: natürlich spannend die Gespräche warten auf uns aber vielleicht vorab noch ein Hinweis zu unserer Folge, weil der Referenten-Entwurf umfasst nämlich zwei Hundertzehn Seiten.
00:01:47: Verena Du weißt es, du hast dich damit intensiv beschäftigt.
00:01:50: das ist ein langes Dokument.
00:01:52: Wir können natürlich nicht den gesamten Inhalt besprechen, das vielleicht vorab schon mal.
00:01:55: Und wir haben uns für diese Folge die unserer Meinung nach wichtigsten möglichen Änderungen rausgesucht.
00:02:02: Genau!
00:02:04: Wir starten einfach mal mit den Einschnitten.
00:02:07: was verlieren Pflegebedürftige eigentlich?
00:02:09: und Verena du hast wie ich vorhin schon erwähnt habe den Referententwurf intensiv gelesen.
00:02:14: über Nacht wenn ihr mich richtig erinnern hast so eine Nachtschicht eingelegt.
00:02:18: und wenn du das jetzt insgesamt betrachtest Was ist deine Meinung?
00:02:21: Wird die Pflege zu Hause gestärkt oder eher geschwächtig?
00:02:24: Ja, also was soll man dazu sagen.
00:02:29: Was man da so sagen kann dass erst mal die Begrifflichkeiten die mit dieser Pflegereform in Anführungszeit muss man sehr fast schon setzen Die Begrifflichkeiten, die da genannt werden ... das klingt ja alles erst mal gut.
00:02:42: Die Budgets werden vereinfacht, Familien werden entlastet, mehr Begleitung und so weiter.
00:02:46: Da kann man denken, juhu vielleicht verbessert sich ja was?
00:02:50: Aber wenn man dann genauer hinschaut, sieht man gleich, dass Neuordnung nicht unbedingt auch Verbesserung für die Familien bedeutet, sondern ganz häufig werden Budgets zusammengestrichen und gekürzt.
00:03:04: Und ja, da gibt's ... einige Punkte, die wir uns gleich anschauen könnten und die dann wirklich in der täglichen Arbeit, die ja die pflegenden Angehörigen leisten zu Problemen- und Herausforderungen führen wird.
00:03:19: Ja genau!
00:03:19: Und wenn du jetzt von der täklischen Arbeit sprichst also welche drei Änderungen würde ich jetzt mal sagen sind da herausragend?
00:03:27: Die Pflegebedürftige und Angehöhliche deiner Meinung nach haben stärksten Spüren?
00:03:30: vielleicht können wir dem Anfang mal kurz benennen.
00:03:32: Ja.
00:03:34: Es gibt drei Punkte, die man jetzt ansprechen muss mit dieser Gesetzesreform, die wirklich massive Ausregungen haben auf Pflegebedürftigen und Familien.
00:03:43: Das ist einmal das neue Überbrückungsbudget.
00:03:46: Also, das ist tatsächlich eine große Veränderung, weil hier ... Erst mal ganz kurz, wir sprechen ja später noch ein bisschen ausführlicher drüber.
00:03:54: Weil diese flexible Möglichkeit sich auch so unterjährig Entlastung zu holen Die wird praktisch... Faktisch gestrichen und das ist ein ganz großes Problem.
00:04:06: Wir haben als weiteren einen großen Problempunkt in dieser Reform, das neue Sozialraumbudget.
00:04:13: Das hört sich auch erst mal gut an, denkt man, oh, Sozialraum cool!
00:04:16: Ist ja irgendwie auch so moderner Begriff
00:04:18: usw.,
00:04:18: es wird ja auch ein bisschen erhöht, cool.
00:04:20: Wenn man sich das aber genauer anschaut, dann merkt man dass ganz viele Leistungen die man bisher... Also das ist der alte Entlastungsbetrag des neuen Sozialraum-Budgets und ganz viele Leistungen, die man bis her nutzen konnte, damit kann man zukünftig nicht mehr damit finanzieren und auch diese Möglichkeit das Ganze anzusparen.
00:04:38: Und wirklich flexibel individuell für die eigene Pflegesituation gut zu nutzen, die entfällt.
00:04:45: Ja ist gestrichen, es ist ein Problem.
00:04:49: Ich denke der dritte große Veränderung für die Familien wird die neue Pflegebegleitung sein.
00:04:54: Wir haben ja bisher so ein bisschen eine Flickenschusterei und auch bei diesem Thema Pflegebegleitung muss man erstmal sagen, hört sich total gut an.
00:05:01: Ist fachlich genau das was die Pflegeberatung seit Jahren fordert und ist gut gedacht.
00:05:06: aber man muss dann schauen wer er bringt es denn?
00:05:09: Welche Strukturen wird's denn geben und wie wird das Ganze konkret ausgestaltet sein?
00:05:14: Das sind die drei wesentlichen Punkte, die man erst mal nennen kann.
00:05:18: Insgesamt werden Leistungen gekürzt und es wird weniger flexibel.
00:05:21: Und bisherige Hilfestrukturen, die die Familien sich über Jahre aufgebaut haben, drohen zu zerfallen – das ist ein großes Problem!
00:05:29: Die Bundesregierung spricht ja eigentlich von einer Vereinfachung.
00:05:31: Also deswegen kann man nicht sagen, dass es für die Betroffenen tatsächlich einfacher wird.
00:05:36: Ich finde also übrigens, Verena, dieser Begriff Sozialraumpigee kommt mir so schwer über die Lippen, wo ich mal denke warum wurde der Begriff genannt?
00:05:46: Aber gut!
00:05:47: Geht's dir auch so?
00:05:49: Es geht mir ganz genau so.
00:05:50: Wir haben jetzt in der Pflegeberatung, machen wir nichts anderes außer Leistungen erklären?
00:05:54: Jetzt sind endlich mal die bestehenden Begriffe ein bisschen präsent bei den Familien und das muss man einfach alles neu nennen.
00:06:01: Das macht wenig Sinn.
00:06:04: Am Schwersten tue ich mich natürlich mit dem Begriff Pflegebegleitung ...
00:06:08: Okay, da kommen wir auch noch zu!
00:06:09: Ganz komisch, weil es ist eigentlich Pflege-Begratung, dann kann man's auch so nennen...
00:06:13: Ja ja, genau okay Da kommen wir noch dazu.
00:06:15: Wir wollen ja auch die einzelnen Punkte mal genauer durchgehen, aber schon mal ganz spannend zu wissen eigentlich was ist denn so die wesentlichen Dinge?
00:06:24: Starten wir doch mal gerade mit diesem Überbrückungsbudget, was du schon genannt hast statt Verhinderung und Kurzzeitpflege.
00:06:30: das ist ja etwas, was wir gerade erst vor kurzem also den gemeinsamen Jahresbetrag endlich hatten wo es einfacher geworden ist und jetzt nennen wir das über Brückungs-Budget.
00:06:39: Ich denke mal, dass es viele Familien direkt betrifft.
00:06:42: Du hast das ja schon vorhin genannt, dass da eben einfach so in der Formnummer zur Verfügung steht und sich vieles ändern würde?
00:06:48: Was genau wird sich denn hier ändern, Verena?
00:06:51: Genau!
00:06:52: Wir hatten gerade im Juli letzten Jahres die letzte Änderung und hatten dann die Möglichkeit diesen jahr alten Betrag von drei tausend fünfhundert neun dreißig wirklich flexibel zu nutzen, wie ist für die Familienpasst.
00:07:04: Und das ist ja das was Familien brauchen Flexibilität.
00:07:07: Und jetzt wird das Ganze dann umbenannt in Überbrückungsbudget.
00:07:13: Mit dieser Umbenennung geht auch eine Leistungskürzung einher, wir haben jetzt eine Differenzierung was erst mal ja gut ist, dass man sagt man differenziert es ganz aber es ist natürlich gekürzt und das ist nicht gut.
00:07:26: Wir haben jetzt im Pflegegrad zwei und drei zukünftig für dieses Überbrückungsbudget zur Verfügung.
00:07:34: Im Pflegegrad vierundfünf, zwei tausend, zweieinachzig Euro.
00:07:37: und ich muss an der Stelle immer noch mal ein Zettel gucken weil die neuen Zahlen die habe ich verstanden aber nicht komplett verinnerlicht.
00:07:45: Und das Problem ist folgendes dass dieses neue überbrückung budget zukünftig nur noch Für entweder ambulante pflegedienste oder kurzzeitpflege eingesetzt werden kann Das heißt für sozusagen pflege dienste dies jetzt im moment schon gibt.
00:08:01: ab Dem ersten, ersten, zwanzig, achtundzwanzig sollen dann so genannte Notpflegedienste entstehen.
00:08:09: Woher die entstehen sollen weiß man nicht weil wir haben ja auch zusätzlich noch Fachkräfte meinen.
00:08:14: also da bin ich sehr gespannt wer das entstehen lassen werden wird und es soll dann ab dem ersten, ersten, achtundzwanzig auch sogenannte Not- oder akut Kurzzeitpflegeplätze geben.
00:08:26: Das ist erstmal eine gute Sache!
00:08:27: Es ist gut wenn das Strukturen gibt auf die man im Notfall wirklich innerhalb von einem auf den anderen Tag zurückgreifen kann.
00:08:33: Es ist eine gute Sache.
00:08:35: aber es ist natürlich nicht gut, wenn das A mit einer Leistungskürzung einhergeht Und wenn eine weitere Möglichkeit dieser, sag ich mal jetzt noch gemeinsam Jahresbetrag dann Überprückungsbudget.
00:08:47: Wenn man das nicht mehr nutzen kann wie bisher, wie viele Familien genutzt haben in Form der privaten Person die dieses die diese Leistung erbringt.
00:08:57: Wir haben hier wirklich komplette ... wir haben Familien mit Kindern zum Beispiel, ja?
00:09:03: Die sind darauf angewiesen, wenn das Kind eine Neurodivergenz hat, wenn es ADHS hat und ein Autismus Spektrumstörung hat, dann kann man da nicht irgendeinen Pflegedienst kommen lassen, der dieses Kind betreut.
00:09:16: Das geht nicht!
00:09:18: Und diese Familien oder auch Menschen mit einer Demenzerkrankung, die sind darauf angewiesen, dass sie so ... ehemalige Verhinderungspflege erbracht werden kann durch vertraute Personen.
00:09:29: Und das ist eine ganz wesentliche Einschränkung, das ist ganz problematisch und es soll jetzt wirklich auch nicht mehr... und das ist so der zweite Aspekt bei dem Ganzen.
00:09:38: Es sollte eben nicht mehr planbar
00:09:40: genutzbar
00:09:41: sein sondern wirklich nur noch für Akut- und Notsituationen.
00:09:45: Und das geht sogar so weit, weil wir wollen ja Bürokratie vereinfachen, aber wir machen natürlich mehr Bürokratee ist er klar.
00:09:51: Das heißt dass nach drei Tagen von dieser Nutzung vor dieser Notsituation muss dann jemand kommen von der Pflegebegleitung und muss entscheiden legt denn hier überhaupt eine Nots situation vor?
00:10:02: Also das muss man sich mal vorstellen, jeder der gepflegt hat in einer Krisensituation war.
00:10:08: Da ist sowieso ... da brennt die Hütte.
00:10:09: und wenn man dann auch noch zusätzlichen Terminen kommt jemand und guckt, ist es denn hier überhaupt Notfall genug für dieses Budget?
00:10:16: Was soll das?
00:10:16: Okay,
00:10:17: d.h.,
00:10:17: also im Grunde genommen aus meiner Perspektive von einer ehemaligen Pflegerangehörigen, die immer auch mal eine Stunde gerne hätte.
00:10:25: Und wenn's nur zum Friseurgehen ist und du hast vorhin gerade genannt, die Beispiele, die es da gibt z.B.
00:10:31: Zellerkranktenmenschen, das ist nur meine Erfahrung.
00:10:34: Wo es ganz gut ist, wenn jemand da ist und da brauche ich keinen professionellen Pflegedienst, der vermutlich A sehr viel kostet und B vielleicht gar keine Zeit hat.
00:10:42: Jemand, der einfach nur mal kurz bei der Mama oder beim Partner oder wo auch immer da ist.
00:10:46: Und das geht nicht mehr?
00:10:48: Das
00:10:48: geht dann nicht mehr.
00:10:49: Wir müssen dann entweder Kurzzeitpflege sein und man kann ja auch nicht jeden in eine Kurzzeit pflegen.
00:10:54: Wir reden
00:10:55: ja von einer Stunde oder einen halben Tag.
00:10:57: Das
00:10:57: geht nicht, ne?
00:10:58: Und Kurzzeitpflege oder eben diese notambulanten Pflegedienste und das ist ein großes Problem.
00:11:05: Ja, mit der Kontrolle war mir gar nicht so bewusst, dass jemand nach drei Tagen ... Ich mein, wir haben schon immer Probleme.
00:11:11: auch, dass die Gutachter kommen war, weil es so viele auf dem Zettel haben.
00:11:15: Weil sie nicht können oder wollen, sondern weil so viel Termine haben.
00:11:18: Jetzt soll da innerhalb von kurzer Zeit jemand das prüfen.
00:11:22: Das große Problem bei dem ganzen Thema Verhinderungspflicht ist, dass es da natürlich auch Strukturen gab die das missbraucht haben in den vergangenen Jahren.
00:11:29: Das gehört zur Wahrheit dazu.
00:11:31: aber man kann jetzt nicht komplett alle Pflegebedürftigen und deren Angehörigen unter so ein generell Missbrauchsverdacht stellen.
00:11:38: Und kann jetzt sozusagen alle bestrafen für etwas, was wenige gemacht haben?
00:11:43: Es wäre ja auch eine Möglichkeit gewesen zu sagen okay dann prüfen wir eben die Nutzung der Verhinderungspflege besser.
00:11:49: es gab in der Vergangenheit schon immer mal Situationen wo man hingewiesen hat auf möglichem Missbrauch und wurde aber nicht wirklich nachgefasst worden seitens der Pflegekasse.
00:11:59: also das ist ein großes Problem wird ein erheblicher Einschnitt sein.
00:12:04: Wenn ich mal eine Sache wünschen würde, dass die Möglichkeit der Verhinderungspflege oder dann über Prüfungsbudget auch für Privatpersonen bleibt?
00:12:12: Dass sie weiterhin das nutzen können ja... Also kann man auch sehr gut vorstellen, dass das richtiges Problem sein wird.
00:12:17: Dann, dass es nicht mehr möglich ist.
00:12:19: Mit den kriminellen Machenschaften weiß natürlich, hat man viel lesen können.
00:12:23: aber da hast du recht!
00:12:24: Ich meine, da wäre die Kontrolle die wichtigere Sache, aber das glaube ich haben wir in vielen Sozialleistungen leider Gottes so.
00:12:30: Okay Gehen wir mal zu dem Punkt.
00:12:32: auch neuer Begriff.
00:12:33: Juhu, Entlastungsbudget statt Pflegegeld.
00:12:37: Das heißt das Pflege Geld ist ja für viele Familien eigentlich die meist genutzte Leistung.
00:12:42: also drei Komma eins Millionen Menschen werden da Zuhause ausschließlich von eben Angehörigen gepflegt und die Beziehen pflegegeld.
00:12:49: sind wir wieder bei dem punkt.
00:12:51: Ja genau der begriff der muss jetzt auch verschwinden.
00:12:54: Also der soll verschwenden Und da soll zukünftig draus des entlastungs budget werden.
00:12:58: so Ja, und was steckt jetzt genau hinter diesem neuen Konzept?
00:13:03: Das wurde mit so einem Glitzer-Sticker versehen.
00:13:06: Du bekommst mehr Pflegegeld oder ein Glasungsbudget.
00:13:11: Dieses Budget wird angehoben... Im Pflegegrad zwei und drei, auch hier wieder differenziert, bekommt man dann sage und schreibe neununddreißig Euro mehr im Monat.
00:13:20: Und in den Pflegekrat vier- und fünfneunundachtzig Euro.
00:13:23: Jetzt könnte man ja erstmal denken das ist ja richtig voll, immerhin eine kleine Erhöhung.
00:13:28: Jetzt ist es aber so dass aus diesem Entlastungsbudget zukünftig auch andere Leistungen mit finanziert werden sollen.
00:13:35: Dann nehmen wir jetzt mal an erster Stelle die für zum Verbrauch bestimmten Hilfsmittel.
00:13:39: Sie hatten ja bislang ein eigenes Budget.
00:13:41: Kommen wir später noch zu, in Höhe von forty zwei Euro monatlich.
00:13:45: Und jetzt sollen eben diese Pflegehilfsmitteln aus dem Entlastungsbudget mitfinanziert werden.
00:13:51: Jetzt hat der eine oder andere vielleicht schon mal mitgerechnet, also alleine wenn man diese Budgets überführt ist es ja jetzt schon faktisch ne Kürzung im Pflegegrad zwei und drei.
00:14:01: Das ist das eine was jetzt mit finanziert werden soll aus diesem neuen Budget und zum anderen soll eben auch diese regelmäßige Unterstützung durch Privatpersonen, also das was wir vorher mit der privat organisierten Verhinderungspflege gemacht haben.
00:14:15: Das soll jetzt aus diesem Budget mit finanziert werden.
00:14:18: Wenn man das mal so ein bisschen hin und her rechnet, das haben wir ja gemacht natürlich.
00:14:22: Wir hatten ja mit der Verhunderungspflege rund dreihundert Euro im Monat wenn man es runtergerichtet hat auf dem Monat zur Verfügung die wir für die Verhnderungspflegen und für Privatpersonen die uns unterstützt haben nutzen konnte.
00:14:35: Und dann merkt man ja jetzt schon, Moment mal wenn das aber nur um neununddreißig Euro angehoben wird.
00:14:39: Dann kann ich mir einfach nicht mehr so viel Entlastung leisten wie ich das vielleicht bräuchte.
00:14:46: und das sind natürlich zwei Änderungen.
00:14:48: also im Prinzip wurden jetzt das Verhinderungspflegebudget aufgelöst sag ich mal, und damit reingepackt.
00:14:54: Und das für zum Verbrauch bestimmt die Hilfsmittelbudget aufgelöst und damit rein gepackt?
00:14:58: Dann ist es natürlich eine faktische Leistungskürzung anstatt einer Verbesserung.
00:15:02: Ja, wenn's sogar unter vierzig Euro sind wie du gerade sagst ... Ich glaub, die Hilfsmittel zum verbraucht, das sind ja Infektionsschutz, den man zu Hause braucht.
00:15:11: Allein da fehlen ja schon mal zwar einen Vierzig Euro ganz zu schweigen von anderen Entlastungsbeträgen.
00:15:16: also wir kommen dann noch ein bisschen dazu.
00:15:18: Also es wird.
00:15:20: Man denkt, es ist ein bisschen mehr für den ersten Moment.
00:15:22: Aber es ist tatsächlich eher sehr viel weniger und der Begriff hat sich auch geändert.
00:15:27: das wird glaube ich echt schwer.
00:15:28: Es ist ja wie mit pflege stufe am pflege gerade.
00:15:30: Ich weiß nicht ob du das auch so wahrnimmst keiner redet vom pflegegrade.
00:15:34: alle sprechen immer noch vehement von pflegen stufen.
00:15:36: Das ist wieder mal interessant Und ich bin ganz sicher als pflegt geld wird immer pfegegeld bleiben.
00:15:41: es gibt Bestimmt dann in dem fachbegriff des entlastungsbudget aber alle anderen werden weiterhin vom ppflegegeld sprechen falls das überhaupt passieren wird.
00:15:50: Genau, also das System wird dadurch eigentlich.
00:15:53: wird es einfacher oder komplizierter durch diese Änderung?
00:15:57: Ja
00:15:57: ich kann wenig wenig Vereinfachungen erkennen weil an vielen Stellen neue bürokratische Hürden und neue allein durch diesen anderen Begrifflichkeiten ist schon wieder kompliziert damit.
00:16:10: Also dann kommt da noch eine Sonderlocke mit dazu, muss man jetzt sagen bei dem Thema Pflegegeldentlastungsbudget.
00:16:15: Menschen mit Pflegegrad zwei oder drei sollen nach einer Neueinstufung also zunächst nur die Hälfte des künftigen Entlastungsbudgets erhalten.
00:16:25: Dafür aber eine besondere Form der Pflegebegleitung.
00:16:28: Die Hälften für drei Monate waren es glaube ich.
00:16:32: Da kommt nur die hälfte.
00:16:35: Bedeutet, warum wurde diese Regelung eingeführt?
00:16:37: Gibt es da was Gutes dran?
00:16:38: Also ich stelle mir jetzt mal so vor.
00:16:40: Ich kriege jetzt nur das halbe Geld, was am Anfang vielleicht ein bisschen schwierig ist weil doch viele Kosten aufploppen.
00:16:45: aber ich habe eine Pflegebegleitung jetzt drei Monate an meiner Seite die mich unterstützt.
00:16:50: Was sagst du?
00:16:53: Da haben wir ja auch zwei Probleme.
00:16:55: Zum einen ist natürlich gerade die Anfangsphase von der Pflegebedürftigkeit, das ist erst mal chaotisch und belastend.
00:17:02: Und da muss so viel neu organisiert werden ... Da muss man sich auseinandersetzen, kann nicht mein Beruf noch in der Form weiterführen.
00:17:10: Es müssen Dinge beschafft werden, es müssen Sachen umgebaut werden.
00:17:14: Gerade an der Anfangsphase braucht man ja die Unterstützung durch Pflegebegleitung, sondern auch einfach durch Geld was zur Verfügung steht um Dinge zu organisieren und zu finanzieren vor allen Dingen.
00:17:26: Und was ich so schade finde ist zum einen wird diese Leistungskürzung also dieses helftige Pflegegeld in den ersten drei Monaten das startet ja zum ersten ersten siebenundzwanzig und dass was damit finanziert werden soll die neue Begleitung Genau, ein Jahr später.
00:17:47: Also da frage ich mich das ist ja irgendwie ein bisschen unfair.
00:17:49: also wenn man etwas kürzt um etwas zu finanzieren dann sollte es bedient werden auch gleich zur Verfügung stehen.
00:17:55: wir haben jetzt erst mal im jahr siebenundzwanzig für alle die neu eingestuft werden in pflegegrad zwei und drei eine leistungskürzung ohne entsprechende unterstützung durch die pflegebekleidung.
00:18:04: und was ich natürlich ganz traurig finde ist dass jetzt so ein bisschen so ein bischen ja das so gegeneinander ausgespielt wird.
00:18:10: Und die ganze Zeit waren die Pflegeberatungen entweder verpflichtend oder freiwillig ja wirklich sehr positiv besetzt auch.
00:18:17: Ja, wir sind gekommen und haben geholfen.
00:18:19: Wir waren zusätzlich da.
00:18:20: das hat nicht so kostet.
00:18:21: Und jetzt wird die Pflegeberatung ein bisschen ausgespielt.
00:18:25: Das heißt ich finde es total doof!
00:18:26: Ich hör dass wir hören das ja jetzt schon.
00:18:29: Jetzt sollen wir mehr beraten werden haben aber weniger Leistung.
00:18:32: Jetzt kriegt das Ganze so was Negatives.
00:18:35: Wir sind jetzt diejenigen, die den Leuten etwas wegnehmen in den ersten drei Monaten und ... Das ist ganz schwierig auch, ich sag mal so, Marketingtechnisch für die Pflegeberatung dann irgendwie zu sagen ja okay ihr habt zwar weniger Leistungen aber wir bringen euch auch ganz viele Benefits und wir sind da und machen dies um jeden.
00:18:52: Also
00:18:52: meinst du es ist jetzt auch das Problem ein bisschen dass die Leute denken diese helftiges Pflegegeld im ersten drei Monaten kommt der pflegebegleitung zugute.
00:19:00: könnten sie auch darauf verzichten?
00:19:02: Hätten aber lieber ... Aha, okay.
00:19:04: Es ist natürlich ein Widerspruch der Auffäll, den du da nennst, dass wir im Grunde dann einen Lehrjahr haben.
00:19:09: Also, es sind zwanzig, siebenundzwanzig helftiges Pflegegeld und keine pflegebegleitung.
00:19:13: Da haben Sie vielleicht einen Druckfehler?
00:19:16: Im besten Fall!
00:19:18: Ich glaube nicht.
00:19:20: Könnt man ja mal hoffen, dass da vielleicht... Ja das
00:19:22: ist einfach kein guter Start!
00:19:23: Das ist kein guters Start weil wir so diejenigen sind sie dann erstmal was wegnehmen anstatt dass wir von Anfang an dabei essen und einfach nur unterstützen wollen.
00:19:31: Das ist ja das was wir wollen in der Pflegeberatung.
00:19:36: Was durchaus sinnvoll ist aber was man halt jetzt nicht unbedingt monetär merken sollte.
00:19:40: also Ja, also das heißt in Zukunft haben wir halt mehr.
00:19:45: Also das ist auch wieder was es heißt jetzt Pflegebegleitung und immer pflegeberatung.
00:19:48: Das öffnet ja auch Tür und Tor für Diskussionen.
00:19:52: Das war immer so dass man eben bisher den Anspruch hatte auf pflegeberatungen beispielsweise über die pflegekasse du hast es vorhin genannt oder über dem pflegen stutzpunkt.
00:20:00: Die beratung die soll Und hat dabei geholfen, Leistungen zu beantragen und eben auch passende Fahrradunterstützungsangebote zu finden.
00:20:08: Weil ja dann bestenfalls die Pflegeberatung auch vernetzt ist.
00:20:13: Genau jetzt ist es aber so.
00:20:14: mit der Reform wir haben schon mal kurz darüber gesprochen plante Bundesregierung nun einen ganz neuen Ansatz Die sogenannte pflegebegleitung.
00:20:20: da haben schon manche überlegt Ist das auch ein bisschen Kontrolle vielleicht?
00:20:24: Sie sollen Menschen mit pflegen bedarf von ihren Angehörigen nicht nur beraten sondern sie war auch in längeren zeitraum begleiten und koordinieren komplexen Situationen.
00:20:34: Da haben wir schon mal gesagt, das klingt eigentlich schon mal genau toll nach Unterstützung.
00:20:38: Kannst du noch einmal vielleicht erklären was jetzt eigentlich unterscheidet sich von dieser Pflegebegleitung?
00:20:43: Kann man das sagen?
00:20:44: Von der heutigen Pflegeberatung?
00:20:45: gibt es da einen Unterschied oder ist es einfach nur Wort ersetzt worden?
00:20:50: Ja also die Wortersetzung ist ja schon mal schlimm.
00:20:54: Aber was jetzt passiert, ist erst mal etwas, was wir aus Sicht der Pflegeberatung als sehr positiv ansehen.
00:21:02: Wir haben im Moment so ein bisschen teilweise auch einen Pflegeberatungsdschungel.
00:21:06: Das heißt, wir haben unterschiedliche Pflege- beratungsansprüche und unterschiedliche Flegeberate.
00:21:10: Und wir haben die Pflege Beratungen, die im Pflegestützpunkt stattfindet.
00:21:14: Das ist die sogenannte Siebena-Beratung.
00:21:17: das ist im Prinzip ein Case Management.
00:21:19: dann hat man eine Beratung bekommt ein Versorgungsplan, wo einem genau erklärt wird.
00:21:25: Was sind die nächsten Schritte?
00:21:26: Wer organisiert was, wer kümmert sich darum?
00:21:29: und diese Pflegeberatung nach sieben A im Pflegestützpunkt ist erst mal gut.
00:21:36: Daneben gibt es die Beratungsbesuche.
00:21:38: Und das sind die Beratsungsbesucher, die auch jetzt schon verpflichtend sind bei der Pflegegeldbezug.
00:21:44: Diese finden zweimal jährlich Verpflichten statt Und das ist natürlich so ein Stück weit Kontrolle, wenn man es jetzt mal aus Sicht der Pflegekasse böse formulieren
00:21:54: würde.
00:21:55: Weil geschaut wird, genau weil geschaut werden die Pflegesicherheit gestellt.
00:22:00: Natürlich sage ich, das ist eine gute Unterstützung.
00:22:03: Einfach war Leistungen bekannt gemacht werden und wir sind ja da um ambulante Pflegesetze zu unterstützen.
00:22:08: Und dieser Beratungsanspruch nach siebenunddreißig drei wird jetzt im Prinzip mit in diese Pflegebegleitung reingepackt.
00:22:16: Wir haben darüber hinaus noch die Pflegesschulungen.
00:22:19: Das sind einmal Pflegekurse, die stattfinden aber eben auch häusliche Schulungen wo Pflegefachkräfte in die Häuslichkeit kommen.
00:22:27: Und angehörigen Schulen, wie kann ich das besser machen mit der Körperpflege?
00:22:32: Wie kann ich den Transfer machen?
00:22:33: Wie nutze ich ein Hilfsmittel?
00:22:36: Profilaxen natürlich auch ganz viel präventive Beratung.
00:22:39: Das waren bisher drei einzelne Pflegeberatungsansprüche und die werden jetzt in dieser neuen Pflegebegleitung zu einer ... Beratungen zusammengefasst.
00:22:50: Begleitende Beratungs-
00:22:54: Das ist jetzt diese neue Pflegebegleitung.
00:22:57: Und ich sage mal, der wesentliche Unterschied ist, dass eben diese neue pflege Begleitung, die wird jetzt ab ersten, ersten, achtundzwanzig so sein, das sozusagen mit Erhalt des Bescheides mit jedem neuen Pflegegrad zwei und drei bekommt man dann einen direkten Ansprechpartner genannt, der sich in Verbindung setzt und eine Pflege-Begleitung durchführen kann.
00:23:20: Diese freiwillige Nacherhalt des Pflegegrades Die kann digital erfolgen oder telefonisch?
00:23:28: Und wenn man dann das neue Entlastungsbudget, also auch Pflegegeld bezieht.
00:23:33: Dann ist diese Pflegebegleitung tatsächlich ab ersten, ersten, achtundzwanzig verpflichtend einmal jährlich abzurufen im Hausbesuch und da wird dann eben auch geschaut es die pflege sichergestellt und dann soll geschult werden und Da gibt's dann noch weitere Möglichkeiten.
00:23:47: sollte jetzt festgestellt werden Die pflege ist nicht sicher gestellt wird ein Fallmanagement gemacht Das ist dann nochmal eine Differenzierung.
00:23:53: das ist dann das was jetzt die siebena beratung ist Und dann eben auch ein Hergehen, wenn jetzt überhaupt nichts passiert und sich die Situation nicht verbessert mit Leistungskürzungen oder Einstellungen.
00:24:05: Das heißt diese drei einzelnen Beratungsansprüche wurden zusammengepackt, wurden rausgelöst aus dem siebenunddreißig drei und das sollen dann – und es ist ja nochmal sehr spannend bei dem Thema Pflegebekleidung – wer macht die denn jetzt?
00:24:17: Im Moment werden ja die Beratungspesuche, die dann Teil sind der neuen Pflegebegleitung durch ambulante Pflegedienste und an erkannte Beratlungsstellen gemacht Und für uns als anerkehrende Beratungsstelle entfällt jetzt erst mal zum einund dreißigten zwölften die Möglichkeit diese Beratung Besuche durchzuführen, weil es sie da nicht mehr gibt und wir sind explizit nicht.
00:24:36: im Moment als durchführende Stelle für die Pflegebegleitung genannt.
00:24:40: Und das ist natürlich ein großes Problem, weil die anerkannten Beratungsstellen damit faktisch abgeschafft werden.
00:24:45: Weil wir keine Leistungen mehr haben, die wir abrechnen können.
00:24:48: und das ist ein Riesenproblem, weil gewachsene Beratungsstrukturen ... Wir arbeiten ja im Sozialraum, das machen wir sowieso.
00:24:56: Wir arbeiten total vernetzt.
00:24:57: Wir kennen die Familien, wir begleiten sie seit Jahren.
00:25:02: Ist das ein großes Problem?
00:25:07: Wird die dann machen soll oder ist es einfach nur offen.
00:25:10: Ja, nee, es ist formuliert.
00:25:13: im Moment ist es so dass erst mal die Durchführungsverantwortung für die Pflegebegleitung liegt bei den Pflegenkassen.
00:25:20: Genau und sie haben dann zwei Optionen wie Sie diese Pflegebekleidungen anbieten können entweder durch den pflegestützpunkt wenn es die gibt.
00:25:27: die gibt's ja auch nicht in allen bundesländern die gibt es ja auch in unterschiedlicher Ausprägung vor Ort.
00:25:33: Es gibt Bundesländer, die haben sehr vieles.
00:25:35: Die haben noch einzelne Pflegeschützpunkte.
00:25:37: Sie haben gar keine Pflegestützpunten.
00:25:39: Wenn es nicht der Pflege-Stützpunkt machen soll, dann sollte das Sozialamt machen.
00:25:42: Das Sozialamt?
00:25:44: Okay!
00:25:44: Das Sozialamt ist spannend, weil sie bisher ja praktisch keine Beratungsstrukturen haben.
00:25:50: Es existieren keine Strukturen und es besteht die Möglichkeit dass die Pflegekrasse Dritte beauftragt mit der Durchführung der Pflegeberatung und auch die Pflegestützpunkte können dritte Beauftragungen.
00:26:04: Das heißt, man kann dann eventuell – das ist unser Wunsch – natürlich alles an einer keine Beratungsstelle mit dem Pflegeschützpunkt in Kooperation das machen.
00:26:11: aber es ist im Moment unklar.
00:26:13: Und die Pflegestütz-Punkte können diese Beratung nicht leisten.
00:26:16: Sie können nicht verpflichtend alle pflegebedürftigen in ihrem jeweiligen Landkreis oder kreisfreier Stadt einmal im Jahr besuchen.
00:26:24: Das hören wir jetzt schon.
00:26:25: ganz vieles können die Pflegestützpunkten so nicht leisten.
00:26:28: Deswegen spannende Frage, wer das machen wird.
00:26:30: Da kann man aber hoffen, dass die vorhandenen Strukturen, die es ja schon gibt und im Übrigen auch gewünscht waren von ein paar Jahren, also gewünschte immer mehr ... Weil es ist ein ganz großer Bedarf da gewesen.
00:26:40: Es wurde sehr viel Wert draufgelegt von den Pflegekassen.
00:26:44: Und deswegen wär's ja auch schon wünschenswert, dass das dann wieder an die zurück geordert wird sozusagen, dass sie nicht umsonst gibt.
00:26:51: Das macht der so wie du, dass gerade Schilder nicht wahnsinnig viel sind?
00:26:55: Nee!
00:26:57: Genau.
00:26:58: Aber wenn wir jetzt über diese Leistung sprechen, also wir haben aber verschiedene Leistungen gesprochen und die Grundvoraussetzung um diese Leistungen in Anspruch zu nehmen ist ja immer das mal eine Pflegegrad hat oder pflegestufe wie man es früher genannt hat genau.
00:27:14: Aber da stellt sich ja noch eine grundsätzliche Frage vielleicht einfach mal, weil wer Leistungen erhalten möchte braucht mindestens pflegegrad eins bis fünf.
00:27:22: Das ist so die Abstufung, die wir im Moment haben und dazu findet sicher ein Referententwurf eben auch entsprechende Änderungen und zwar bei der Begutachtung und bei den sogenannten Schwellenwerten.
00:27:33: Das bedeutet in Klartext dass es künftig schwieriger werden könnte wenn das so eintritt überhaupt einen Pflegegrad oder eine Höherstufung dann auch zu bekommen.
00:27:44: Vielleicht, Verena, wollen wir mal kurz erklären was Schwellwerte sind und was genau sich bei der Begutachtung dann vielleicht ändert?
00:27:52: Sehr gerne!
00:27:54: Es ist ja so dass damals mit der Umwandlung von den alten Pflegestufen in die neuen Pflegekranen gab es ein Gremium, das da wirklich auch pflegewissenschaftlich Richtlinien erstellt hat nach denen dann die neue Beruhtachtung stattgefunden hat oder jetzt stattfindet.
00:28:12: Und da war es eben so, dass jetzt praktisch ja die Beeinträchtigung der Selbstständigkeit geprüft wird.
00:28:18: Das gab es an verschiedenen Kriterien gibt's immer noch und dann werden anhand dieser eingeschränkten Selbstständigkeitspunkte vergeben.
00:28:26: Diese Punktwerte sollen jetzt verändert werden.
00:28:29: also im Moment ist das zum Beispiel beim Pflegegrad eins oder reichen zwölf fünf Punkte um den pflegegrad eins zu bekommen.
00:28:36: Das wird jetzt zukünftig werden das fünfzehn Punkte sein, beim pflegegrad zwei wenn es siebenundzwanzig Punkte das werden dann dreißig Punkte sein und so ist es eben auch im pflegel grad drei.
00:28:48: da wären zukünftige fünfzigpunkte notwendig sein.
00:28:52: versucht auch die Politik so ein bisschen rauszuwinden zu sagen, naja das war ja das was diese Expertenkommission ursprünglich mal empfohlen hat.
00:28:59: Das ist richtig.
00:29:00: aber wir hatten eben damals noch einen politischen Willen der ja anders war und er gesagt hat Wir wollen aber dass die Menschen möglichst früh an die Unterstützungsleistungen kommen.
00:29:11: Wir wollen eben es nicht besonders schwer machen sondern wir wollen gerade zur Beginn der Pflegebedürftigkeit deswegen ja auch Möglichkeit, dass eben auch schon früher im Pflegegrad eins zwei und drei man leichter den pflegegrad bekommt.
00:29:25: Und das ist jetzt komplett weg.
00:29:27: Jetzt macht man es schwerer und versucht die Menschen dann ja länger von den Unterstützungsleistungen entfernt zu halten.
00:29:33: Das ist natürlich auch wieder ein großes Problem.
00:29:35: Und es trifft natürlich gerade die, die jetzt so kognitiver Einschränkung haben, Menschen mit einer beginnenden Demenz.
00:29:43: Es ist doch schade weil wir eigentlich das Gegenteil wollen.
00:29:46: Wir wollen möglichst früh zu den Menschen und wollen möglichst früh Unterstützung bieten.
00:29:51: Und dass das jetzt wieder zurückgenommen wird, ist meiner Meinung nach wirklich der komplett falsche Weg.
00:29:56: Und hat wenig mit Präventionen und mit dieser Entlastung.
00:29:59: Genau, Präension ist auch ein großes Thema in dem Referententwurf, wo wir heute tatsächlich nicht so darauf eingehen.
00:30:06: weil es dann ab sechzig erst ist, also was heißt ab?
00:30:08: Absechzig und das ist noch nicht wirklich jetzt die pflegebedürftigen Familien betrifft.
00:30:13: Aber vielleicht zu dem Punkt nochmal kurz zurück.
00:30:15: du hast jetzt gerade die Punkte genannt.
00:30:17: drei Punkte hört sich jetzt in vielleicht für den ein oder anderen nicht so viel an.
00:30:21: Also wenn man sagt okay drei Punkte,
00:30:23: d.h.,
00:30:24: die Gutachtungskriterien bleiben aber die Punkte setzen sich höher.
00:30:30: D.h.-Pflegegrad eins ist dann halt ein Ticken schwerer zu erreichen als das vorher war, und so zieht sich das durch bis Pflegegrad fünf.
00:30:37: Ist denn das zu viel?
00:30:38: drei Punkte?
00:30:39: Ich frag mal Ketzlerisch ...
00:30:42: Ja!
00:30:42: Weil ich mach mal ein Beispiel für einen typischen Pflegekrat eins.
00:30:46: Wir haben ganz viele Menschen im Pflege-Krat Eins die gerade so mit zwölf Komma fünf Punkten reinrutschen.
00:30:52: Und es ist dann jemand der so leichte Mobilitätsanschränkung hat vielleicht eine Gangunsicherheit mal gestürzt ist auch nur Unsicherheit beim Treppe steigen Stichwort Sturzprävention Und so ein Hilfebedarf hat so eine Sicherheitsanwesenheit, leichte Hilfen beim Duschen und beim anderen Austehen.
00:31:07: Das ist so typischer und natürlich hauswirtschaftlicher Hilfebedarf.
00:31:10: Ja?
00:31:11: Und das ist so ein typischer Pflegegrad eins da haben wir ganz viele Menschen die wir hier gut erreichen und unterstützen können ja.
00:31:18: Und das sind gerade zwölf Komma fünf Punkte dieser Hilfe bedarf den ich beschrieben habe.
00:31:22: Und damit diese Menschen jetzt überhaupt einen pflegegrad bekommen würden dann bräuchten sie zum Beispiel zusätzlich noch nur kognitive Einschränkungen.
00:31:30: Und das heißt, da werden ganz viele Menschen wirklich zukünftig nicht in den Pflegegrad eins kommen die den im Moment noch haben und werden natürlich auch nicht die Hilfen wie jetzt durch das Entlassungsbudget erhalten.
00:31:41: Die unheimlich wichtig sind um gerade beginnende Pflegebedürftigkeit zu stabilisieren.
00:31:46: und all diese Menschen haben dann entweder niemanden der es macht und ja den Familien fehlt die Unterstützung.
00:31:54: Jetzt kommt kurz Werbung in eigener Sache.
00:31:56: Haben Sie sich schon einmal gefragt, ob Ihnen ein Pflegegrad zusteht oder vielleicht sogar eine Höherstufung möglich wäre?
00:32:03: Viele Menschen sind unsicher wie man den tatsächlichen Unterstützungsbedarf im Alltag richtig einschätzt.
00:32:09: Genau hier hilft der kostenlose pflegegradrechner von Pflege.de.
00:32:14: Online beantworten sie einige Fragen zur Situation der pflegebedürftigen Personen und erhalten anschließend eine erste Einschätzung welcher Pflege grad zutreffen könnte.
00:32:24: So bekommen Sie eine bessere Orientierung, bevor sie einen Antrag bei der Pflegekasse stellen oder prüfen möchten ob sich ein Widerspruch lohnen könnte.
00:32:32: Jetzt informieren über den Link in den
00:32:34: Show-Notes.
00:32:35: Das war's mit Werbung.
00:32:36: und jetzt gehts weiter!
00:32:39: Aber du hast es gerade genannt, Entlassungsbudget ist ja für Pflegegrad eins dann gar nicht mehr vorgesehen.
00:32:45: Das heißt das ist die niedrigste Einstufung der Pflegeversicherung und richtet sich auch an Menschen mit noch vergleichsweise geringen Beeinträchtigungen in ihrer Selbstständigkeit.
00:32:56: Viele Betroffene im Moment nutzen die Leistungen, beispielsweise für Unterstützung im Alltag.
00:33:01: Für Wohnraumanpassung oder eben den jetzigen momentan geltenden Entlastungsbetrag mit hundertdreißig Euro, dem man auch ansparen kann.
00:33:10: Auch das entfällt dann ja und im Referentenentwurf soll sich aber gerade bei pflegrad eins einiges ändern.
00:33:17: Was wäre denn das, Verena?
00:33:18: Wollen wir das mal kurz aufführen.
00:33:19: Ja,
00:33:20: das ist natürlich auch ganz furchtbar für die Menschen im Pflegegrad I. Die Hauptleistung, die man nutzen konnte im Pflegerad I war ja der Entlastungsbetrag, die hundertdreißig Euro.
00:33:28: und dieses zukünftige Sozialraumbudget wird es für Menschen mit Pflegerad I nicht mehr geben sondern erst ab pflegegrad II.
00:33:36: Das heißt hier fällt für die menschenmitpflegegrad i eine wichtige Alltagsunterstützung weg die natürlich auch präventiv genutzt werden kann und ja auch wurde in der Vergangenheit.
00:33:48: Das macht Unsicherheit für die Familien, das macht zusätzliche Belastung für die pflegenden Eingehörigen, die dann eben nicht mehr diese Unterstützung haben und es ist ein ganz großes Problem im Prinzip.
00:33:57: Faktisch wurde der Pflegegrad eins mit seinen entkernt, kann man sagen.
00:34:02: Die wesentlichen Leistungen, die es gab, das was wirklich geholfen hat wird weggenommen und die anderen Leistungen bleiben natürlich wohn- und feldverbessernde Maßnahmen im Haus- und Berufssystem aber ja auch kein Infektionsschutz mehr mit dem Verbrauch bestimmte Hilfsmittelbudget.
00:34:17: also es ist schade der Pflege grad eins ist nichts mehr wert und dass passieren wir jetzt schon ist natürlich der gegenteilige Effekt den die Politik sich erhofft weil jeder versucht natürlich ah jetzt noch schnell im Pflegegrad zu beantragen, um noch von diesen besseren Regelungen zu profitieren und jeder versucht natürlich jetzt in den Pflegekratz weitzukommen.
00:34:38: Das heißt wir haben ja im Prinzip einen gegenteiligen Effekt was gewünscht wurde.
00:34:42: Jetzt haben wir gerade drüber gesprochen, dass der Pflegegrad eins künftig stärker auf Prävention und den Erhalt der Selbstständigkeit ausgerichtet werden soll.
00:34:50: Also Prävenzion – haben wir ja grade drüber gesprochen – spielt auch an anderer Stelle im Referentenentwurf eine sehr wichtige Rolle.
00:34:57: Umso mehr überrascht natürlich auch eine weitere geplante Änderung nämlich die Pflegehilfsmittelpauschale für zum Verbrauch bestimmter Pflegehilfsmittel soll also wegfallen.
00:35:06: Dazu gehören beispielsweise einmal Handschuhe Desinfektionsmittel oder Bettschutzeinlagen.
00:35:11: Also alles Hilfsmittel, die in vielen Haushalten ja auch täglich genutzt werden.
00:35:16: So und dabei wissen wir aus einer aktuellen Studie der Wissenschaftlern der Universität Heidelberg wie wichtig Hygiene in der häuslichen Pflege ist.
00:35:24: Denn es berichten dort sieben Prozent der aktuell gepflegten bereits wegen einer Infektion im Krankenhaus gewesen zu sein – also einen Infektionen bekommen wo sie ins Krankenhaus mussten Und einundzwanzig Prozent gaben an, dass sich ihre Pflegesituation nach einer solchen Infektion dauerhaft verschlechtert hat.
00:35:42: Das ist eine hohe Zahl!
00:35:44: Besonders bemerkenswert dabei ist auch die Studie kommt zu dem Ergebnis das allein die direkten Kosten hygienepedingter Komplikation wie zum Beispiel Lungenentzündung, Handwerksinfekt oder selbstes bei rund sechs Komma eins Milliarden Euro pro Jahr liegen könnten.
00:36:01: ja
00:36:03: Wenn man sich das so anhört, Verena, dann ist doch die Frage eigentlich.
00:36:07: Ist die geplante Abschaffung aus deiner Sicht überhaupt mit dem Ziel vereinbar, Prävention und häusliche Versorgung
00:36:13: zu stärken?
00:36:14: Also ganz klares Nein natürlich nicht!
00:36:16: Hier wird am falschen Ende gespart.
00:36:18: Das muss man sagen diese für zum Verbrauch bestimmten Hilfsmittel.
00:36:23: Das ist ein ganz wichtiger Aspekt um die häusliche Pflege zu stabilisieren, und zwar in mehr als einer Hinsicht.
00:36:29: Das hat ja zum einen was damit zu tun, wenn wir jetzt ... In der Pflegesituation, es geht weit über dieses Infektionsschutz hinaus, das hat auch etwas mit Würde zu tun!
00:36:38: Wenn jetzt eine Inkontinenz vorliegt oder in Hilfebedarf bei Toilettengängen, bei Ausscheidungen.
00:36:45: Da möchte ich Handschuhe tragen und sollte man auch einfach um dann auch Krankheitsübertragung zu verringern.
00:36:51: Und niemand möchte gerne nasses Inkontinenzmaterial wechseln ohne Handschuh oder die Möglichkeit sich danach die Hände zu disinfizieren.
00:37:01: Das ist der eine Aspekt.
00:37:03: Der Aspekt der Prävention Infektionsschutz, den du angesprochen hast, das ist ganz wichtig.
00:37:08: Wir sehen es in der Pflegeberatung wenn jemand wegen einer Infektion ins Krankenhaus kommt dann wird er nach der Hilfe wieder auch steigen.
00:37:14: und was passiert dann?
00:37:17: Dann wird ein höherer Pflegekratz beantragt.
00:37:18: also sind den Kosten ja... Also das was man da versucht einzuspalten wird an drei anderen Stellen an Kosten zusätzlich auf die Pflegeversicherung zukommen und das macht recht wenig Sinn.
00:37:29: Und es hat ja auch was damit zu tun, dass zum Beispiel die Familien dann aufgefordert sind aus diesem neuen Entlastungsbudget, also sprich dem Pflegegeld zu bezahlen.
00:37:41: Was wir vorhin schon gesagt haben.
00:37:43: Das wird natürlich nicht in dem Umfang passieren!
00:37:45: Ja, weil wenn das Geld sowieso schon knapp ist.
00:37:48: Wir haben ja an so vielen Stellenleistungskürzungen, wir haben sowieso ein Problem, dass Arbeitszeiten reduziert werden müssen oder ganz aufgegeben werden müssen.
00:37:57: Es ist sowieso weniger Geld da und dann soll ich von dem Geld was mir gekürzt wird auch noch mehr Sachen bezahlen.
00:38:02: also es ist für mich nicht nachvollziehbar und würde mir sehr wünschen, dass da nochmal nachgearbeitet wird und dass man eben schaut, dass diese Pflegehilfsmittel für die Familien in irgendeiner Art und Weise erhalten bleiben, nicht aus dem Entlassungsbudget mitfinanziert werden müssen.
00:38:18: Es war ja auch immer sehr gut gelöst für die Familien.
00:38:21: Man konnte sich das über diverse Quellen einfach bestellen ohne dass man da jetzt sich permanent kümmern müsste.
00:38:27: Das wäre dann der Fall.
00:38:29: Ich müsste es selbst machen und da ist es oft so, dass andere Dinge im Vordergrund stehen.
00:38:34: Und dann vermutlich also anzunehmen, der Infektionsschutz vernachlässigt wird.
00:38:39: Ganz
00:38:39: genau?
00:38:39: Genau!
00:38:41: Ich würde mal gern noch auf die Pflegen in Angehörigen eingehen.
00:38:43: Die liegen ja mehr besonders am Herzen.
00:38:47: Wir haben jetzt drüber gesprochen, was sich für pflegebedürftige selbst und für die Leistungen ändert.
00:38:52: Die Pflege zu Hause wird aber überwiegend von den Angehöhrigen geleistet.
00:38:57: Millionen Menschen kümmern sich also täglich um Eltern, Partner oder andere Familie mit Lieder.
00:39:02: Und ganz oft neben Beruf und Familie.
00:39:04: Da stellt sich natürlich die Frage ... verbessert sich die Reform auch die Situation für die pflegenden Angehörigen.
00:39:11: Und wenn du jetzt den Referentenentwurf liest, was bringt da denn dem pflegenen Angehöregen konkret?
00:39:17: Würde ich mir was wünschen?
00:39:18: Ich würde mir da schon was wünschen.
00:39:20: Ja, würd ich auch wünsche und es wird ja ganz viel gesprochen über wie wichtig die Pflegenden in Angehörigen sind.
00:39:25: Es wird ganz viele sagen das sind diejenigen, die das System überhaupt noch am Laufen halten.
00:39:30: Wir haben Fachkräftemangel.
00:39:31: Es gibt nicht genügend Pflegepersonale, um die ganzen Menschen zu pflegen.
00:39:34: Das ist auch nicht finanzierbar.
00:39:36: Von daher würde man davon ausgehen, dass so eine Pflegereform den Pflegerinnen und Angehöhrigen stärkt.
00:39:43: Faktisch ist es aber so, dieser Pflegereform für die Familien eher Nachteile bietet und für die pflegenden Angehörigen natürlich.
00:39:52: Wir haben es hier mit verschiedenen Leistungskürzungen zu tun, da natürlich das Überbrückungsbudget wo einfach diese regelmäßige Entlastung weg fällt ist ein großes Problem.
00:40:01: wir haben diese fehlende Möglichkeit mit dem Sozialraumbudget Tagespflege um Kurzzeitpflege mitteilig zu finanzieren oder das auch individuell anzusparen für die eigene Situation passend zu nutzen.
00:40:13: Und wir haben natürlich als ganz wesentlichen Faktor, den ich ganz furchtbar wirklich einen Schlag ins Gesicht zerpflegenden Angehörigen finde – die Kürzung der Rentenversicherungsbeiträge um dreißig Prozent!
00:40:23: Man hat sowieso schon Einbußen, man reduziert die Arbeit, Lohn und Gehalt.
00:40:31: Und es gibt so viel auf, leistet so viel, kriegt ein bisschen Rentenbeiträge dazu und dann wird von dem bisschen auch noch gekürzt und das finde ich ist eine absolute Unverschämtheit.
00:40:43: Da muss Deutschland und die pflegenden Eingehörigen aufstehen und müssen sich dagegen wehren weil das wirklich das Gegenteil von dem was mit dieser Pflegereform verkauft werden soll kommt letztlich bei den pflegenden Angehörigen an und ich finde es eine absolute Unverschämtheit.
00:40:59: Ich find's auch sehr schade, muss sagen gerade mit den Rentenpunkten.
00:41:02: das hat mich... also du hast jetzt mehrere das genannt natürlich was für pflegeangehörige dann für Einbußen gibt.
00:41:07: hier haben einfach immer diese Möglichkeiten der Entlastung.
00:41:09: wir haben vorhin drüber gesprochen aber auch dieser Rentenpunkt die sind ja wertvoll.
00:41:16: Warum auch immer jetzt gekürzt werden, weil das verschiebt ja das Problem nur.
00:41:20: Wir haben ja noch über siebzig Prozent Frauen, die pflegen und schon durch die Kinder ein bisschen benachteiligt sind in der Erziehungszeit.
00:41:28: Es gibt auch Rentenpunkte aber Sie sind dann oft Teilzeit unterwegs danach und haben einfach weniger Rentenanspruch.
00:41:35: Und wenn sie dann auch noch in die Pflege gehen ist es bekannt dass sie oft ihre Arbeitszeit reduzieren.
00:41:41: Die Menschen, die Pflegen man oder Frau gleich aber offen sind halt eben die Frauen.
00:41:45: Und dann auch noch die Rentenpunkte zu kürzen, das ist mir auch ein bisschen sauer aufgestoßen muss ich sagen.
00:41:51: und da glaube ich verschieben wir auch nur im Problem.
00:41:54: also wir kürzten hier die Rentnenpunkte und sparen uns hier Geld aber wir müssen es an der anderen Stelle dann doch wieder zahlen und dann leider in Form einer Sozialleistung die eigentlich verdient war.
00:42:04: Also nicht die Sozialleistungen sondern diese Renten punkte die sich die Menschen ja oft dann auch verdienen weil sie eben diese schwere Arbeit machen Passt nicht zu dem politischen Ziel, die häusliche Pflege zu stärken?
00:42:17: Nee.
00:42:17: Passt überhaupt nicht zu diesem Ziel.
00:42:19: und wer fliegende Angehörige entlasten will darf nicht die Leistungsansprüche kürzen und unflexibel gestalten und dann letztlich auch noch bestrafen und ja faktisch das Risiko der Altersarmut noch massiv steigen lassen ist.
00:42:33: Das ist eine Frechheit!
00:42:35: Ja, also ich würde mir wünschen und ich glaube wir beide wünscht uns jetzt das vielleicht noch mal die Verbände hören.
00:42:41: Es gibt ja viele auch was dich betrifft du hast dich auch zusammengeschlossen mit vielen anderen aus dem gleichen Bereich Die jetzt wirklich da auch versuchen nochmal einen Einfluss zu nehmen auf die Politik.
00:42:54: Was liegt der denn noch am Herzen Verena?
00:42:56: Also danke dass du es nochmal ansprichst.
00:42:59: also tatsächlich nämlich viel Engagement war Und ich bin sehr dankbar, dass die beiden großen Interessensverbände für pflegende Angehörige einmal wir pflegen eV und pflegende Angehöre g e V gemeinsam eine Petition gestartet haben.
00:43:13: Wo sie aus ihrer Sicht wichtigsten Punkte nochmal auffüllen diese Präsentationen.
00:43:17: Die können wir auch gerne vielleicht in die Schurnutz packen oder so.
00:43:21: dann brauchen wir wirklich jeden der mit Pflege zu tun hat egal ob das jetzt beruflich ist als pflägende Angehörige pflegebedürftige oder jeder, wer jemand kennt, der immer pflegt ja Wir brauchen hier Unterschriften.
00:43:33: Und da brauchen wir ganz viel Unterstützung, also bitte unterschreiben und bitte teilen.
00:43:38: Das wäre glaube ich was ganz hilfreiches und da würde ich mich sehr freuen wenn sich dann möglichst viele Menschen beteiligen.
00:43:43: Das hoffe ich auch!
00:43:44: Liebe Berena und ich find's toll, wie du dich engagierst.
00:43:47: Ich krieg das ja mit!
00:43:48: Wir sind verbunden über WhatsApp, über LinkedIn und all die ganzen Medien.
00:43:50: Und ich sehe, wie Du also permanent postest und postest bewundernswert.
00:43:55: Also es ist ja nicht nur ... für die Pflegeberatung.
00:43:59: jetzt ist so wichtig auch für alle Menschen, die in Zukunft schon in der Situation sein werden.
00:44:06: Genau und deswegen sage ich vielen lieben Dank auch, dass du dir die Zeit heute genommen hast.
00:44:10: Ich weiß das du ziemlich viel auf dem Zettel immer hast und deswegen dir die Stunde da jetzt doch noch rausgeschnitten hast!
00:44:17: Ich danke dir, ich glaube wir haben ganz viele Informationen an unsere Hörer Innen und Hörer gegeben.
00:44:22: Und auch an Ihnen, liebe Hörerin und Höhrer vielen Dank fürs dranbleiben!
00:44:26: Wie Verena schon kurz gesagt hat in den Show-Notes finden Sie immer praktische Links für weiterführende Informationen.
00:44:32: vielleicht noch ein kleiner Hinweis an unserem Pflegegrad Rechner, den sie auch nochmal dann an der Stelle vielleicht mal nutzen sollten solange der noch gilt in der Form so lang die Schwellenwerte noch nicht hochgesetzt wurden.
00:44:44: Ja und wenn Ihnen diese Folge gefallen hat abonnieren Sie gerne unseren Podcast Freunden, anderen Betroffenen und Interessierten.
00:44:53: Ja und bleiben Sie uns treu und Servus und bis zum nächsten Mal!
00:44:57: Danke schön!
00:44:58: Danke auch.
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